StartseiteAktuellesNachrichtenFrankreich: Erstes "Nationales Forschungs- und Technologienetz für Batterien" hat sich konstituiert

Frankreich: Erstes "Nationales Forschungs- und Technologienetz für Batterien" hat sich konstituiert

Aus diesem Anlass empfing Forschungsministerin Valérie Pécresse am 2.7.2010 den wegen seiner einschlägigen Forschungstätigkeit über Frankreich hinaus anerkannten Chemiker Jean-Marie Tarascon (Amiens, Université de Picardie Jules Verne; Laboratoire de Réactivité et Chimie des Solides), den CNRS-Präsidenten Alain Fuchs und den Administrator Général des CEA, Bernard Bigot. Die wichtigsten industriellen Akteure auf dem Gebiet der Herstellung von Batterien und Akkumulatoren waren zugegen.

Ziel des in Frankreich bisher einzigartigen "Nationalen Netzes" ist es, die Innovation und die industrielle Entwicklung in diesem Sektor zu beschleunigen, um hinsichtlich des Energieverbrauchs den Anforderungen des "Grenelle de l' environnement" optimal zu entsprechen.

Am 2.7.2010 waren folgende an dem "Nationalen Netz" beteiligten Unternehmen vertreten: E.D.F., Renault, Arkema, Air Liquide, Rhodia, E.A.D.S. / Astrium, SAFT.

Dank des "Nationalen Netzes", das sich jetzt konstituiert hat, haben die Hersteller künftig die Möglichkeit eines direkten Zugangs zu allen Erfindungen und Patenten, die aus zwei Forschungszentren des CNRS ("Centre de recherche amont", bestehend aus acht Laboratorien, die durch das CNRS gesteuert werden) und des CEA ("Centre de recherche technologique", in dem die einschlägigen F+E-Aktivitäten des CEA / Grenoble-Chambéry mit Unterstützung insbesondere durch IFP, INERIS und INRETS gebündelt werden) hervorgegangen sind oder noch hervorgehen. Die Hersteller können unmittelbar Partnerschaften mit den betreffenden Laboratorien eingehen.  

Die Forschungsministerin wies am 2.7.2010 gegenüber den Anwesenden darauf hin, dass durch die Organsationsform des "Nationalen Netzes" die Zeiträume für den Technologietransfer von den Laboratorien zu der Industrie substanziell verkürzt werden. Das erlaube es den Beteiligten, eine "stratégie scientifique partagée" zu definieren und damit Frankreich weltweit eine Führungsposition auf dem Gebiet der Energiespeicherung und den sich daraus ergebenden Anwendungsmöglichkeiten (insbesondere bei Elektroantrieben) wahrzunehmen.

Die Unterstützung von Seiten des französischen Forschungsministeriums besteht im Augenblick darin, dass es bzw. das CNRS in das "Nationale Netz" bis zum Jahre 2017 einbringt:

  • 15 Stellen für Postdoktoranden für die Dauer von drei Jahren (MESR; das entspricht 1,5 Millionen Euro)
  • 19 Forscherplanstellen 14 Ingenieur und Techniker für den Zeitraum 2011 - 2017 (CNRS; das entspricht 2,3 Millionen Euro).

Mit bedeutenden Zuwendungen anderer öffentlicher Stellen, insbesondere der territorialen Gebietskörperschaften, ist zu rechnen .

Valérie Pécresse geht davon aus, dass das von ihr aus der Taufe gehobene "Nationale Netz" sich an den Projektausschreibungen des "Plans Zukunftsinvestitionen" beteiligen wird. Auch komme seine Berücksichtigung bei den "Equipements d' excellence" und den "Laboratoires d' excellence" insbesondere bei den "Institus d' excellence" auf dem Gebiet karbonfreier Energien in Betracht. Die Qualität der Forscherteams, das von den beteiligten Akteuren gezeigte Engagement und die Partnerschaft zwischen staatlichen Forschungseinrichtungen und der Industrieforschung seien hierfür unbestreitbare Pluspunkte.

Impulse von Seiten der "Allaince nationale de coordination de la recherche pour l' énergie" (ANCRE) dürften für das Zustandekommen des "Nationalen Netzes" eine wichtige Rolle gespielt haben.

Die Gesamtsteuerung des "Nationalen Netzes" wird von einem "Comité de pilotage", einem "Wissenschaftlichen und technologischen Beirat" und einer "Cellule de concertation" für die Betreuung von Patentanmeldungen / Patenten wahrgenommen werden.

Das unter der oben angegebenen Internetanschrift zur Verfügung stehende "Dossier de presse" enthält u. a.: Kurzbeschreibungen der an dem "Nationalen Netz" beteiligten wichtigsten Akteure sowie das eindrucksvolle wissenschaftliche Curriculum von Jean-Marie Tarascon.

Quelle: www.recherche.gouv.fr Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Energie Ethik, Recht, Gesellschaft Innovation Mobilität

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