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Frankreich fördert 17 innovative Projekte zur Studienverbesserung

Berichterstattung weltweit

Um das Angebot insbesondere in den grundständigen Studiengängen zu verbessern und weiterzuentwickeln, fördert der französische Staat ab nächstem Semester und für zehn Jahre 17 Universitätsprojekte mit innovativem Ansatz.

In der ersten Ausschreibungsrunde für „Neue Studiengänge“ (Nouveaux cursus universitaires) im Rahmen des Programms für Zukunftsinvestitionen PIA (Programme d’investissement d’avenir) hatten sich 66 Projekte beworben. Die nun bekannt gegebenen 17 ausgewählten Programme erhalten über zehn Jahre einen Anteil der insgesamt 250 Millionen Euro, die für die „Neuen Studiengänge“ in zwei Ausschreibungsrunden vorgesehen sind (die Mittelverteilung wurde noch nicht bekannt gegeben). Sie sollen zum Wintersemester 2018/19 starten.

Mit der Ausschreibung werden Angebote gefördert, die Studierenden einen besseren Berufseinstieg ermöglichen, indem sie auf deren zunehmende Heterogenität reagieren und Studienprogramme flexibler, individueller und pluridisziplinärer gestalten. Hierzu gehört auch der Ausbau von Weiterbildungsangeboten im Sinne des Lebenslangen Lernens. Weiterhin soll die Lehre digitaler und die Möglichkeiten für ein Fernstudium ausgebaut werden.

So ist unter den ausgewählten Projekten beispielsweise ein Vorhaben des Hochschulzusammenschluss‘ Sorbonne Universités, mit dem allen Bachelor-Studierenden künftig wählen können, ob sie ein oder zwei Fächer studieren wollen und dies wiederum mit der Option, zwischen zwei Hauptfächern oder Hauptfach und Nebenfach zu wählen. Dies soll so flexibel gestaltet werden, dass ein Studium auch nebenberuflich möglich ist. Die Universität Haute-Alsace war mit dem Projekt ELAN erfolgreich, bei dem zukünftige Studierende durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Hochschullehrenden begleitet werden, eine Online-Plattform die Anpassung der Studieninhalte entsprechend der Berufsziele sowie eine bessere Integration von Auslandsaufenthalten in den Studienverlauf ermöglicht und bereichsübergreifende Module in den Bereichen Interkulturalität, Digitalisierung und Wirtschaft angeboten werden.

Die Ministerin für Hochschulwesen, Forschung und Innovation, Frédérique Vidal, sieht in den Vorhaben eine Unterstützung für die Reform der grundständigen Studiengänge, die Frankreich momentan vorbereitet und insbesondere die hohen Abbruchquoten an den Universitäten verringern soll.

Der internationalen Jury saß die Präsidentin der Universität Roskilde, Hanne Leth, vor. Von deutscher Seite gehörte der Generalsekretär der Deutsch-Französischen Hochschule, Jochen Hellmann, zu den Jurymitgliedern.

Quelle: Educpros.fr Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Bildung und Hochschulen Berufs- und Weiterbildung Förderung

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