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Frankreich fördert Deep Tech-Startups

Berichterstattung weltweit

Über einen speziellen Fonds will die französische Regierung privatwirtschaftliche Investitionen in junge Technologie-Startups ergänzen und so deren schnelleres Wachstum ermöglichen.

Der französische Premierminister Edouard Philippe hatte am 21. Juni 2018 die Schaffung eines „French Tech Seed“-Fonds in Höhe von 400 Millionen Euro angekündigt, um Startups in der Frühphase zu finanzieren und so privatwirtschaftliche Investitionen zu ergänzen. Der Fokus liegt auf technologischen Startups, die seit weniger als drei Jahren existieren und insbesondere im Deep Tech-Bereich angesiedelt sind.   

Die Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation Frédérique Vidal, die Staatssekretärin im Wirtschafts- und Finanzministerium Agnès Pannier-Runacher und der Generalsekretär für Investitionen Guillaume Boudy gaben am 17. Januar 2019 nun bekannt, wie die Verwendung der Fondsmittel konkret gestaltet wird. Auf Basis einer Interessensbekundung wurden 18 wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Einrichtungen und Strukturen ausgewählt, die bereits in der Startup-Förderung aktiv sind. Sie können künftig Startups vorschlagen, bei denen privatwirtschaftliche Investments durch eine Finanzierung aus dem „French Tech Seed-Fonds“ ergänzt werden sollen. Die öffentlichen Mittel können bis zu zwei Dritteln des Gesamt-Investitionsvolumens betragen und werden durch die öffentliche Investitionsbank Bpifrance in Form von Wandelanleihen gewährt. Bei diesem Finanzierungsmodell können die Unternehmen ihre Schulden in Form von Aktienanteilen am Unternehmen begleichen.

Bei den ausgewählten Einrichtungen handelt es sich mehrheitlich um die Gesellschaften zur Beschleunigung des Technologietransfers SATT (Sociétés d'accélération de transfert de technologies). Diese privatrechtlichen Gesellschaften fördern seit 2010 mit staatlicher Unterstützung die Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Entdeckungen hin zu marktreifen Technologien oder Produkten. Ebenso finden sich auf der Liste aber auch öffentliche Hochschul- und Forschungseinrichtungen wie das Nationale Institut für Gesundheit und medizinische Forschung Inserm oder der Hochschulverbund Universität Normandie sowie vollständig privatwirtschaftliche, aber wissenschaftsnahe Investoren wie Quattrocento und Technofounders. Ihnen wird die nötige Expertise zugetraut, passende innovative Startups auszuwählen, sie zu betreuen und private Investitionen zu mobilisieren.

Zum Nachlesen (Französisch)

Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Förderung Innovation Wirtschaft, Märkte

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