StartseiteAktuellesNachrichtenFrankreich: Gründung zwei neuer Forschungslaboratorien

Frankreich: Gründung zwei neuer Forschungslaboratorien

Das IRSN (Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit) und das CNRS (nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) haben am 16. März 2010 zwei neue gemeinsame Forschungslaboratorien eröffnet: das C3R (Reaktionskinetik, Verbrennung und Reaktivität) in Kooperation mit der Universität Lille 1 und das ETIC (Branduntersuchungen im geschlossenen System) in Kooperation mit den Universitäten von Aix-Marseille I und II. Zu diesem Anlass wurde ein Tag der wissenschaftlichen Zusammenarbeit organisiert, auf dem die gemeinsamen Forschungsaktionen vorgestellt wurden, deren Ziel darin besteht, die Reaktorsicherheit zu verbessern.

Im C3R arbeiten das IRSN und das Labor für physikalische Chemie der atmosphärischen und der Verbrennungsprozesse zusammen (CNRS/Universität Lille 1). Die in diesem Labor behandelten Forschungsthemen betreffen die Reaktionskinetik in den Gasphasen und in heterogenen Phasen, die Strahlenchemie und die Verbrennung. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Modellbildung der Jodchemie unter Strahlungseinwirkung und unter unbeständigen thermodynamischen Bedingungen gelegt, ein wichtiges Forschungsthema der Direktion zur Bekämpfung von Störfällen (DPAM) des IRSN.

Das ETIC vereint das IRSN und das Hochschulinstitut für industrielle Wärmesysteme (CNRS/Universitäten von Aix-Marseille I und II). Die Modellbildung eines Brandes im geschlossenen und belüfteten System soll verbessert werden durch eine eingehende Untersuchung der Verbrennung von festen Brennstoffen unter sauerstoffarmen Bedingungen sowie durch verbesserte Maßnahmen bei Versuchen im großen Maßstab, die von der DPA durchführt werden.

Durch diese Laboratorien, die das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem IRSN, dem CNRS und den Universitäten sind, können die notwendigen Forschungen durchgeführt werden, die zur Einschätzung der Risken bei nuklearen Tätigkeiten notwendig sind. Sie ermöglichen ebenfalls die Erlangung umfassender Kenntnisse, die zur Behandlung sehr komplexer Themen und zur Umsetzung der fortschrittlichsten Simulations- und Versuchstechniken zur Verbesserung der Sicherheit nötig sind. Darüber hinaus trägt diese vorbildhafte Zusammenarbeit der Forscherteams zu einer engeren Verbindung zwischen den Forschungseinrichtungen und Einrichtungen, die durch Forschung ausbilden bei. Folgende Methoden haben sich bei der Anwendung von Grundlagenkenntnissen bei praktischen Problemen bewährt: Zusammenführung komplementärer Kompetenzen, gemeinsamer Aufbau und Umgang mit Modell- und Simulationsinstrumenten, Weitergabe von erworbenen Kenntnissen und Können in speziellen Fällen, Aufbau eines interdisziplinären Dialogs.

Kontakt
Pascale Portes
IRSN
Tel.: +33 1 58 35 70 33
E-Mail: pascale.portes(at)irsn.fr

Cécile Pérol
CNRS
Tel.: +33 1 44 96 43 90
E-Mail: cecile.perol(at)cnrs-dir.fr

Quelle: Wissenschaft-Frankreich (#180 – 31/03/2010), Französische Botschaft in Deutschland, Kostenloses Abonnement durch E-Mail : sciencetech(at)botschaft-frankreich.de

Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Physik. u. chem. Techn. Infrastruktur Energie Sicherheitsforschung

Weitere Informationen

Eine Initiative vom

Projektträger