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Frankreich: Krebsklinikum „Oncopole“ in Toulouse seiner Bestimmung übergeben

Die Region von Toulouse verfügt mit “Oncopole“ seit dem 5. Mai 2014 über ein neues Krebsklinikum mit 306 Betten und einer Fülle von wissenschaftlichen und industriellen Partnern, die ihm im Kampf gegen den Krebs zur Seite stehen.

Das universitäre Krebsinstitut (Institut universitaire du cancer (I.U.C.)), Oncopole, hat mit Unterstützung der Regierung am 5. Mai auf dem Terrain einer früheren Nitratdüngerfabrik bei Toulouse seine Türen geöffnet. Diese Klinik der neuen Generation, die auf einer ursprünglichen Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsklinikum Toulouse und dem Institut Claudius Régaud aufbaut, verfügt ab sofort über die modernsten Behandlungsmethoden für Krebspatienten. Sie wird als das Ergebnis einer gezielten Sanierungspolitik im Dienste der Innovation und des medizinischen Fortschritts vorgestellt.

Marisol Touraine, Ministerin für Soziales und Gesundheit sowie Geneviève Fioraso, Staatssekretärin für Hochschulen und Forschung haben die Universität Toulouse zur Eröffnung dieses Instituts gratuliert, das ab sofort erste Patienten aufnimmt.

Diese neue Klinik für die Betreuung von an Krebs erkrankten Patienten setzt 1000 Gesundheitsexperten sowie 300 universitäre Forscher, Ingenieure und Techniker ein. Sie liegt im Zentrum eines Universitätsklinikum-Campus sowie eines Industrieclusters, das sich dem Kampf gegen Krebs widmet und erstreckt sich über 78 000 m², von denen  44 000 m² aus Grünanlagen bestehen.  Auf diesem Terrain war früher die Firma AZote Fertilisants (A.Z.F) tätig, die im Jahre 2001 Opfer einer gewaltigen Explosion wurde. Das Projekt stellt eine größere Investition in Höhe von rund 300 Mio. Euro dar.

Mit dieser Eröffnung kommt eine zehnjährige Arbeit von hunderten von Pflegern, Forschern und Ingenieuren zum Abschluss, die vom Staat und von Kommunalpolitikern unterstützt wurde. Sie wurde durch einen entscheidenden Anstoß ermöglicht, den die Regierung im letzten Jahr gab: Marisol Touraine und Geneviève Fioraso hatten die Baustelle am 15 Juli 2013 besucht, um die Empfehlungen des Planungskomitees entgegenzunehmen, die den Professoren André Syrota et Thierry Philip anvertraut worden war, und das Projektteam einzusetzen, das mit der Fertigstellung des Vorhabens betraut wurde.

Das Klinikum hat vor Ort folgende Partner:

  1. Das Wettbewerbszentrum “Cancer-Bio-Santé“, welches die Hauptakteure der Region Midi-Pyrenäen im Kampf gegen den Krebs vereint: klinische und medizinische Aktivitäten, Forschungszentren und Industrieunternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Pharmazie, Biotechnologie, Informationstechnologien, Mikro- und Nanotechnologien, Bildungszentren und Vereinigungen.
  2. Die Stiftung Innabiosanté: Sie hat die Aufgabe, anspruchsvolle Forschungsprojekte zu finanzieren und die die wirtschaftliche Entwicklung im Gesundheitsbereich, insbesondere bei der Krebsbekämpfung  zu fördern.
  3. Wissenschaftliche und universitäre Partner mit fast 19.000 Personen (Forscher, Ingenieure, Techniker und Veraltungsangestellte) - davon arbeiten 10.500 Forscher im Bereich Forschung und Entwicklung - nimmt die Region Midi-Pyrenäen nach Ile de France, Rhônes-Alpes und Provence Côte d’Azur in Frankreich den vierten Rang ein. Sie hält auch den vierten Rang bei den Forschungsausgaben inne; wenn man diese jedoch in Bezug zur Wirtschaftskraft der Region setzt, rangiert sie vor Ile de France an der Spitze.
Quelle: Minsterium für Hochschulen und Forschung; Oncopole Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Netzwerke Lebenswissenschaften Infrastruktur

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