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Frankreich: neue weiterbildende Hochschule Data ScienceTech Institute

Zum nächsten Wintersemester bietet die 2015 gegründete private Hochschule Data ScienceTech Institute (DSTI) in Paris und Nizza zwei Masterprogramme für Datenspezialisten an.

Das DSTI wurde 2013 von den beiden Startup-Gründern Sébastien Corniglion and Léo Souquet ins Leben gerufen, nachdem sich die Suche nach Spezialisten für den Umgang mit Big Data für ihr Unternehmen schwierig gestaltet hatte. „Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die sehr schnell einsatzfähig sind, wissen aber nicht, wen sie einstellen sollen, denn es handelt sich um ein Berufsbild mit vielen Facetten: man muss wissenschaftliche Kompetenzen haben, aber auch juristische und ethische um zum Beispiel Fachbereichsproblematiken beachten zu können oder die Datenschutzregeln zu respektieren.“, sagt Léo Souquet zu den Überlegungen zur Institutsgründung. José Massol, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Thales Gruppe, unterstützte das Vorhaben und ist nun Präsident der neuen Hochschule. Der wissenschaftliche Beirat setzt sich jeweils zur Hälfte aus Wissenschaftlern und Unternehmern aus dem Bereich zusammen. Dazu gehören unter anderem der Vizepräsident der französischen Wissenschaftsakademie Alain Bravo, der Präsident von Paris Saclay Université Dominique Vernay und Vertreter des Software-Herstellers SAS. Das Angebot soll explizit arbeitsmarktorientiert gestaltet und regelmäßig evaluiert werden.

Zwei kostenpflichtige Masterprogramme werden nun ab dem kommenden Wintersemester angeboten. Der „MSc Data Scientist Designer“ richtet sich an spezialisierte Master- und Bachelorabsolventen, die je nach Ausbildungsgrad bis zu drei Jahre Arbeitserfahrung mitbringen müssen. 30 Studierende werden in zwei Jahren im Umgang mit Big Data ausgebildet, sowohl konzeptionell als auch in der praktischen Analyse und den rechtlichen Rahmenbedingungen. Der Studiengang wird berufsbegleitend in Paris angeboten und kostet jährlich 16.000 Euro. Der „MSc Executive Big Data Analyst“ richtet sich an Ingenieure und Wissenschaftler aller Fachrichtungen, die sich intensiv mit Daten beschäftigen. Die 30 Studierenden werden in Nizza Sophia Antipolis ausgebildet. In 14 bis 16 Monaten Vollzeitstudium und für eine Gebühr in Höhe von 32.000 Euro wird ihnen der optimale Umgang mit Big Data und Datenauswertungen anhand der entsprechenden Analysetechniken, -werkzeuge und -methoden vermittelt.

Quelle: DSTI, Journal des grandes écoles Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Global Frankreich Themen: Berufs- und Weiterbildung Wirtschaft, Märkte

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