StartseiteAktuellesNachrichtenFrankreich setzt digitale Instrumente zur Modernisierung des Staates ein

Frankreich setzt digitale Instrumente zur Modernisierung des Staates ein

Berichterstattung weltweit

Cloud-Infrastrukturen, künstliche Intelligenz, Telemedizin, etc. – der französische Staat setzt für seine Modernisierung auf die Möglichkeiten der Digitalisierung und vergibt hierfür 126 Millionen Euro an 17 Projekte in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Hand.

Mounir Mahjoubi, Staatssekretär für Digitales (secrétaire d’État auprès du Premier ministre, chargé du Numérique) und Gérald Darmanin, Minister für die öffentliche Hand (ministre de l'Action et des Comptes publics), gaben am 20. Juni 2018 17 Projekte bekannt, die im Rahmen einer Ausschreibung zur Modernisierung des Staates mit insgesamt 126 Millionen Euro gefördert werden. Die Mittel kommen aus dem „Fonds für Transformation und die öffentliche Hand“, der mit 700 Millionen Euro über fünf Jahre dotiert und Teil des Modernisierungsplans der öffentlichen Verwaltung bis 2022 ist. 122 Anträge waren von 15 Ministerien und 42 öffentlichen Einrichtungen eingegangen.

Alle ausgewählten Projekte streben eine Modernisierung mithilfe digitaler Instrumente an. Dazu gehören insbesondere:

  • France Cloud“: Entwicklung einer staatlichen Cloud-Lösung für eine einheitliche Infrastruktur zur Speicherung staatlicher Daten mit verschiedenen Sicherheitsstufen und landesweiten Zugriffsmöglichkeiten. (Fördersumme: 23,4 Millionen Euro)
  • „Intelligenz Beschäftigung“ (Intelligence Emploi): Einsatz von künstlicher Intelligenz für eine bessere Vermittlung von Arbeitssuchenden indem ihre Situation besser analysiert wird, einstellende Firmen schneller identifiziert und ein Teil der Vermittleraufgaben automatisiert wird. (Fördersumme: 20 Millionen Euro)
  • 2. Phase der Plattform FranceConnect, mit der Bürger mit einem Login Zugriff auf Services beispielsweise der Finanzämter, der Post oder der Krankenkassen haben. (Fördersumme: 19,3 Millionen Euro)
  • Health Data Hub: Schaffung einer Big Data-Infrastruktur für Gesundheitsdaten; für mehr Effizienz, bessere Daten für die klinische Forschung und die Entwicklung einer präventiven und leistungsstarken Medizin. (Fördersumme: 9,6 Millionen Euro)
  • Einheitliche Cloud-Infrastruktur für 180 französische Hochschulen, insbesondere zur Verwaltung von Studierendendaten und Management der Labore. (Fördersumme: 8,7 Millionen Euro)
  • Einsatz von Telemedizin in Alters- und Pflegeheimen: In Gebieten mit mangelnder ärztlicher Versorgung werden in 200 Heimen Kabinen eingerichtet, in denen der Patient mit einem Arzt per Video sprechen, der Blutdruck gemessen oder ein Elektrokardiogramm (EKG) gemacht werden kann um anschließend einen Arzt in einer Praxis zu konsultieren. (Fördersumme: 4,7 Millionen Euro)

Die Ausschreibung wurde erneuert und richtet sich in der zweiten Runde insbesondere an kleinere Projekte, um noch stärker innovative Ansätze zu fördern.

Zum Nachlesen

Quelle: numerique.gouv.fr Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Förderung Information u. Kommunikation

Weitere Informationen

Eine Initiative vom

Projektträger