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Frankreich und China kooperieren im Kampf gegen Ebola

Frankreich und China wollen enger zusammen arbeiten, um Infektionskrankheiten, insbesondere Ebola, besser zu bekämpfen. Dies wurde am 18. September in Form einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) zwischen dem Inserm, dem Institut Pasteur, der Fondation Mérieux und dem chinesischen Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (China CDC) bestätigt. Der französische Außenminister Laurent Fabius und die chinesische Vizepremierministerin Liu Yandong waren bei der Unterzeichnung anwesend.

Die Unterzeichnung fand im Rahmen der ersten Ausgabe des hochrangigen französisch-chinesischen Dialogs über den Austausch von Personen in Paris statt und soll die französisch-chinesische Zusammenarbeit im Bereich der Prävention und Kontrolle infektiöser Krankheiten verstärken. Insbesondere der Kampf gegen hoch pathogene Krankheitserreger wie das Ebola-Virus und die Forschung in Laboren mit den höchsten Sicherheitsstufen 3 und 4 wurden als strukturierende Achse der französisch-chinesischen Beziehungen benannt.

Christian Bréchot, Generaldirektor des Institut Pasteur, unterstrich die Bedeutung einer international koordinierten Expertise, vor allem um die Entwicklung der Ebola-Epidemie zu überwachen, die bis zum heutigen Tag noch nicht unter Kontrolle sei.

Seit dem Ausbruch der Ebola-Krise im März 2014 leistet das Institut Pasteur einen essentiellen Beitrag im Kampf gegen die Gesundheitskrise in Westafrika. Die Labore des Institut Pasteur in Paris, Lyon und Dakar haben zur ersten Diagnose und der epidemiologischen Überwachung von Ebola beigetragen.

Auf Anfrage von China CDC hatte das Institut Pasteur bereits Ende August zwei chinesische Wissenschaftler im Laboratoire Jean Mérieux (Institut Pasteur/Inserm) in Lyon und im Institut Pasteur in Paris empfangen. Das Laboratoire Jean Mérieux ist das einzige zivile Labor der Sicherheitsstufe 4 in Frankreich und hat europaweit in diesem Bereich die größte Kapazität für Versuchsreihen. Es ging bei dem Besuch um neue, schnelle Methoden zur Diagnose des Ebola-Virus‘.

Der hochrangige französisch-chinesische Dialog über den Austausch von Personen wurde im März 2014 anlässlich des Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Frankreich von beiden Staatschefs angestoßen. Insgesamt wurden 12 Vereinbarungen und eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die zweite Ausgabe wird 2015 in China stattfinden. 

Quelle: Institut Pasteur, MAE Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich China Global Themen: Lebenswissenschaften Grundlagenforschung

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