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Französische Forschungsagentur ANR veröffentlicht Förderstatistiken 2018

Berichterstattung weltweit

Die französische Forschungsagentur ANR hat im Rahmen ihrer allgemeinen Ausschreibung im Jahr 2018 insgesamt 1.133 Forschungsprojekte gefördert. Die Förderquote lag bei 15,1 Prozent und damit fast zwei Prozent höher als im Vorjahr. Erstmals enthält die Auswertung auch detaillierte Daten zu Projekten mit internationalen Partnern.

Die ANR (Agence Nationale de la Recherche) veröffentlicht jährlich eine allgemeine Ausschreibung mit vier Förderlinien (Appel à projets générique, AAPG) sowie zusätzlich Sonderausschreibungen. Für die AAPG hat sie nun die Förderstatistik veröffentlicht. 2018 umfasste das Budget für die AAPG 443,4 Millionen Euro (2017: 420,9 Millionen Euro). Damit wurden 1.133 Forschungsprojekte gefördert. Die Förderquote lag bei 15,1 Prozent und damit fast zwei Prozent höher als im Vorjahr (13,3 Prozent).

Nationale Verbund- und Individualprojekte

Für die nationalen Projekte gingen 6.964 Vor-Anträge ein, von denen 2.889 für einen Vollantrag zugelassen wurden und förderfähig waren. 1.034 Anträge waren erfolgreich:

  • Verbundprojekte (Projets de recherche collaborative, PRC): 603 (53 Prozent aller geförderten Anträge; 62 Prozent des Budgets)
  • Individuelle Projekte von Nachwissenschaftler/-innen (Jeunes chercheuses et jeunes chercheurs, JCJC): 312 (28 Prozent aller geförderten Anträge; 17 Prozent des Budgets)
  • Verbundprojekte mit Industriepartnern (Projets de recherche collaborative – Entreprises, PRCE) : 119 (zehn Prozent aller geförderten Anträge; 15 Prozent des Budgets)

Die umfangreichste Förderung erhielten die Lebenswissenschaften (26 Prozent aller geförderten Anträge; 29 Prozent des Budgets), gefolgt von interdisziplinären Themen wie Digitale Geisteswissenschaften oder nachhaltige Stadtentwicklung (22 Prozent der geförderten Anträge; 22 Prozent des Budgets).

Verbundprojekte mit internationalen Partnern

Für die Verbundprojekte mit internationalen Partnern im Rahmen bilateraler Abkommen (Projets de recherche collaborative – International, PRCI) gingen 556 förderfähige Anträge ein, von denen 99 ausgewählt wurden (neun Prozent aller geförderten Anträge; 17 Prozent des Budgets). Deutschland liegt hier mit Abstand an erster Stelle: 60 gemeinsame Projekte wurden im Rahmen der ANR-DFG-Kooperation mit 15,1 Millionen Euro von französischer Seite gefördert. Die Förderquote lag hier bei 21,4 Prozent (280 Bewerbungen). Wobei 2018, wie die ANR schreibt, ein besonderer Schwerpunkt auf der deutsch-französischen Zusammenarbeit gelegen habe. Auf Platz zwei und drei folgen die Kooperationen mit dem Schweizerischer Nationalfonds (SNF) sowie dem österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit zehn bzw. neun geförderten Projekten und einer Förderquote von 16,4 Prozent für 3,2 Millionen Euro bzw. 16,7 Prozent für 2,6 Millionen Euro Beteiligung auf französischer Seite. Weitere ANR-Kooperationen gab es 2018 mit Brasilien, Kanada, Hong Kong, Luxemburg, Singapur, Taiwan und der Türkei. Für die PRCI standen insgesamt 26,4 Millionen Euro von französischer Seite zur Verfügung.

Im AAPG-Budget von 443,4 Millionen Euro sind Mittel enthalten, die 2018 speziell für thematische Schwerpunkte bereitgestellt wurden und dort zusätzliche Förderungen ermöglichten: Geistes- und Sozialwissenschaften (7,2 Millionen Euro; 24 zusätzliche Projekte); Künstliche Intelligenz (9,6 Millionen Euro, 21 zusätzliche Projekte); Quantentechnologie (drei Millionen Euro; sechs zusätzliche Projekte); interdisziplinäre Projekte (elf Millionen Euro; 30 zusätzliche Projekte).

Zum Nachlesen

Quelle: ANR Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Förderung

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