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Französische Forschungsagentur ANR veröffentlicht Jahresbericht 2013

Die französische Forschungsagentur ANR hat 2013 1068 Projekte gefördert, dies entspricht einer Erfolgsquote von 16,5 % (2012: 20 %). Bei 17 % der Projekte handelt es sich um internationale Kooperationen, die zusammen mit ausländischen Finanzierungseinrichtungen durchgeführt wurden. 2013 wurde insbesondere das Antragsverfahren auf einen zweistufigen Prozess umgestellt, dies wird auch in der aktuell laufenden Ausschreibung beibehalten.

Der 110 Seiten umfassende Jahresbericht 2013 der Agence Nationale de la Recherche (ANR) gibt Einblick in Struktur und Umfang der bisherigen Projektförderung durch die ANR. Gefördert wurden individuelle und Verbundprojekte sowie die Entwicklungsphase von Projekten.

Seit 2013 werden Anträge in einem zweistufigen Verfahren eingereicht, auch gibt es nur noch eine allgemeine Ausschreibung mit einem Arbeitsplan (statt wie vorher verschiedene Ausschreibungen das ganze Jahr über). Beide Maßnahmen waren eine Reaktion auf die 2013 vom Bildungsministerium durchgeführten "Generalstände der Forschung" und die dort geäußerten Kritikpunkte. Der 2013 veröffentlichte Aktionsplan 2014 steht zudem im Einklang mit dem europäischen Forschungsrahmenprogramm Horion 2020, wie es von der strategischen nationalen Agenda "France-Europe 2020" vorgeben wurde.

Im Berichtsjahr wurden durch die ANR 432,5 Millionen Euro für Forschungsprojekte vergeben, die jeweils zwischen 318.000 und 888.000 Euro erhalten haben. Ein Drittel der Mittel ging an die größte Forschungseinrichtung CNRS (31,4 %), ein Fünftel an die Universitäten (21 %). 20 % der geförderten Projekte waren Kooperationen von öffentlichen Einrichtungen mit Unternehmen. Die Zahl der insgesamt seit 2005 geförderten Anträge ist auf über 12.000 angestiegen. 4.850 Projekte werden aktuell unterstützt. 

Für die ANR waren im vergangenen Jahr über 1.400 Wissenschaftler als externe Gutachter tätig, die zwischen Oktober 2013 und Februar 2014 fast 33.000 Gutachten für die erste Antragsrunde (Projektskizzen) angefertigt haben.

Die ANR hat sich 2013 mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) verständigt, dass gemeinsame bilaterale Ausschreibungen jeweils nur von einer Agentur verwaltet werden ("lead agency"). Die Förderentscheidung erfolgt gemeinsam.

Im Berichtsjahr lag einer der Schwerpunkte der ANR auf der Verbesserung ihrer Kommunikation mit den Antragstellern, u.a. gab es eine spezielle E-Mail-Adresse für Fragen, aus denen eine FAQ-Liste erstellt und veröffentlicht wurde.

Quelle: ANR Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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