StartseiteAktuellesNachrichtenFranzösische Start-up-Unternehmen im Bereich Biotechnologien konnten im Jahre 2010 fünfhundert Millionen Euro an Finanzmitteln für sich mobilisieren

Französische Start-up-Unternehmen im Bereich Biotechnologien konnten im Jahre 2010 fünfhundert Millionen Euro an Finanzmitteln für sich mobilisieren

Der französische Dachverband "Lebenswissenschaften und Biotechnologien" (France Biotech) stellte anlässlich des "Salon Biovision" am 30.3.2011 in Lyon seit 2002 zum siebten Mal in Folge seine Studie "Panaroma des Sciences de la Vie" vor. Insgesamt vermittelt die Studie ein noch von Unsicherheiten geprägtes Bild der im Dachverband zusammengeschlossenen Unternehmen.

Der Präsident von "France Biotech" André Choulika beglückwünschte sich mit den Worten "Das Risikokapital ist nicht tot!". Nach dem Rückgang in den Jahren 2008 und 2009 hätten sich im Jahre 2010 die den jungen Unternehmen der Branche zugeflossenen Kapitalmarktmittel von 65 Millionen auf 198 Millionen Euro verdreifacht. Im Zeitraum 2005 bis 2010 hätten eins von zwei Unternehmen Gewinn gemacht.

André Choulika machte eine weitere für die im Bereich der Lebenswissenschaften tätigen Jungen Unternehmen "sehr positive Feststellung": Die staatlichen Fördermittel kommen schwerpunktmäßig Projekten im Gesundheitsbereich zugute (u.a. Diabetes und ansteckende Krankheiten); 48 % der Jungen Unternehmen üben eine Tätgkeit im Bereich menschliche und tierische Gesundheit aus. Die über OSEO für etwa 350 Projekte bewilligten Finanzierungen belaufen sich auf 100 Millionen Euro; hinzukommen auf Initiative des "Fonds Stratégique d' investissment" (FSI) über Spezialfonds (Innobio und Kurma Biofund) verfügbar gemachte Mittel in Höhe von fast 200 Millionen Euro. Im Jahre 2010 sind siebeb Unternehmen an der Börse gegenüber zwei im restlichen Europa.

Gleichwohl bleibe - so André Choulika - der Bereich Lebenswissenschaften / Biotechnologien anfällig. Zwölf Unternehmen stellten im Jahr 2010 ihren Betrieb ein. Ein Drittel der in Frankreich tätigen Start-up Unternehmen, die insgesamt 5300 Personen beschäftigen, haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Man rechnet damit, dass 10% von ihnen im Jahre 2011 Personal abbauen oder einen Rettungsplan ("plan de sauvegarde") in Kraft setzen müssen.

In diesem Zusammenhang bringt - so der Dachverband - der progressive Abbau des mit steuerechtlichen Vorteilen verbundenen "Statuts des Jungen innovativen Unternehmens" ("Jeune Entreprise innovante" / JEI), der mit der  "Loi de finances 2011" in Kraft getreten ist, viele Unternehmen vor fast unlösbare Finanzierungsschwierigkeiten. Dies obwohl die staatlichen Initiativen im Bereich der Biotechnologien und die Fonds Innobio sowie Kurma Biofund in jüngster Zeit in der Branche eine gewisse Dynamik ausgelöst hätten.

Das Statut JEI wird z.Zt. von mehr als 60 % der insgesamt etwa 300 im Bereich der Lebenswissenschaften und Biotechnologien tätigen Jungunternehmen in Anspruch genommen.

Quelle: www.lefigaro vom 31.3.2011 Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Lebenswissenschaften Förderung Wirtschaft, Märkte

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