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"Green Jobs" für die Philippinen: Fachkräfte für eine nachhaltige Entwicklung

Berichterstattung weltweit

Auf den Philippinen werden "Green Jobs" auch im Bereich der beruflichen Bildung immer relevanter. 75 Prozent der Unternehmen auf den Philippinen halten Bildungsmaßnahmen in diesem Bereich für notwendig, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Das ergab eine Umfrage der ECOP (Employers Confederation of the Philippines) und der ILO (International Labour Organization) zu Green Jobs. Damit ergibt sich eine Nachfrage, die bisher noch nicht ausreichend bedient wird. Die ILO definiert Green Jobs als berufliche Tätigkeiten, die durch Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit charakterisiert sind.

Naturkatastrophen und schwere Schäden am Ökosystem der Philippinen - etwa durch eine dramatische Waldrodung - haben zu einem erhöhten Bewusstsein für die Notwendigkeit einer umweltfreundlicheren Industrie bei der Regierung und in Unternehmen beigetragen.

Förderung durch TESDA

Die nationale Behörde für Berufsbildung TESDA (Technical Educational Skills Development Agency) hat bereits auf diesen Trend reagiert und eine Strategie zur Entwicklung und Implementierung von Green Jobs entwickelt. Dieses Vorhaben ist noch in der Planungsphase, es existieren jedoch bereits erste Ausbildungsordnungen, vor allem im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien, beispielweise der Photovoltaik und der Biomasse (Quelle: TESDA, 2011).

Im Jahr 2014 fand die Grundsteinlegung für das "TESDA Green Innovation Technology Center" in Bicutan/Taguig statt, in dem Fachkräfte für grüne Technologien ausgebildet werden sollen (Quelle: Philippine Times, 2014).

Die Industrie ist bereits dabei

In Sachen Nachhaltigkeit ist auch die Industrie aktiv und bietet ihren Arbeitskräften verschiedene Weiterbildungsangebote oder Kooperationen mit Ausbildungsanbietern. Toyota Philippines bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Beispiel eine grundlegende Umweltschulung zu Themen wie umweltpolitische Ziele, Abfallwirtschaft und Energiemanagement.

Weiterbildungen sind teilweise direkt durch den Fachkräftemangel motiviert. Ein Beispiel dafür ist die Energy Development Cooperation (EDC), die dem nationalen philippinischen Ölunternehmen untersteht. Die EDC bietet Weiterbildungen im Bereich Geothermie als eine Reaktion auf den Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften in diesem Bereich an. An der Energy Academy von EDC werden nun seit 2008 fachrelevante Seminare und Qualifizierungsmaßnahmen für die Belegschaft durchgeführt (Quelle: ILO, 2011).

Vorhandenes Bewusstsein, aber fehlendes Angebot

Umfragen verdeutlichen das erhöhte Bewusstsein auf den Philippinen für eine nachhaltige Wirtschaft. Laut einer Umfrage der Social Weather Station (SWS) gaben 54 Prozent der befragten Philippinerinnen und Philippiner an, negative bis moderate Erfahrungen mit den Auswirkungen des Klimawandels. gemacht zu haben (Quelle: Weltbank, 2013).

Bei einer weiteren Umfrage zum Thema "Green Jobs" der ECOP und der ILO gaben 75 Prozent der befragten Unternehmen auf den Philippinen an, dass Bildungskampagnen und Trainings in den Bereichen notwendig sind, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen (Quelle: ILO, 2012).

Zum Nachlesen:

Hinweis:

iMOVE plant die Veröffentlichung der iMOVE-Marktstudie Philippinen im März 2016. Zeitgleich geht eine neue Marktseite Philippinen online.

Quelle: iMOVE Redaktion: von DLR PT Länder / Organisationen: Philippinen Themen: Berufs- und Weiterbildung Bildung und Hochschulen Fachkräfte Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte

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