StartseiteAktuellesNachrichtenGroßbritannien: Ausschuss fordert Notfallpläne für Forschungsförderung bei Austritt Großbritanniens aus der EU

Großbritannien: Ausschuss fordert Notfallpläne für Forschungsförderung bei Austritt Großbritanniens aus der EU

Berichterstattung weltweit

Der Ausschuss für Wissenschaft und Technologie des britischen Unterhauses fordert die britische Regierung auf, eine Risikoanalyse zu erstellen und – im Falle eines „Brexits“ – mögliche finanzielle Lücken in der Forschungsförderung kompensatorisch abzudecken.

Vor dem Hintergrund dessen, dass Großbritannien in besonderem Maße von EU-Forschungsgeldern im Rahmen von „Horizont 2020“ profitiert – bis August 2015 flossen rund 1,2 Milliarden Euro in das Land – rät der Ausschuss dazu, Notfallpläne für den Fall eines „Brexits“ aufzusetzen, insbesondere für den britischen Life Science-Sektor. Die Ausschussvorsitzende Nicola Blackwood erklärte gegenüber sciencebusiness.net: „Insbesondere die Erfahrungen der Schweiz nach ihrem Referendum sollten eine Warnung sein.“

Die Schweiz war nach dem Zuwanderungs-Referendum 2014 mit Blick auf bereits vereinbarte EU-Förderungen in Probleme geraten: Die EU argumentierte nach dem Referendum, dass mit dem eidgenössischen Votum gegen die Personenfreizügigkeit einer der europäischen Grundsätze verletzt werde. In der Folge wurden bereits verhandelte Vereinbarungen über Forschungsförderungen EU-seitig ausgesetzt, der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung musste kompensatorisch einspringen.

Zum Nachlesen:

Quelle: Science Business Redaktion: von Nils Demetry Länder / Organisationen: EU Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Förderung

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