StartseiteAktuellesNachrichtenHello Tomorrow: Startup-Messe für forschungsbasierte Ausgründungen

Hello Tomorrow: Startup-Messe für forschungsbasierte Ausgründungen

Berichterstattung weltweit

Am 26. und 27. Oktober 2017 präsentierten 3.000 Startups aus 102 Ländern in Paris ihre Ideen, wie aus Forschungsergebnissen neue Produkte und Dienstleistungen entstehen können.

Der Wettbewerb „Hello Tomorrow Challenge“ wurde 2014 vom französischen Biologen Xavier Duportet ins Leben gerufen, der selbst erfolgreich ein Unternehmen (Eligo Bioscience) gegründet hat. Mit der Messe will er ähnlich unternehmerisch begeisterten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Chance geben, ihre Projekte zu präsentieren und mögliche Investoren zu treffen. Die 21 Preisträger aus dem Vorjahr konnten seit ihrer Auszeichnung so mehr als 250 Millionen Euro einwerben. Darunter auch eine deutsche Firma, die Drohnen für den Personentransport entwickelt (Lilium Aviation).

Die Messe fand bereits zum vierten Mal statt und steht unter dem Stichwort „Deep Tech“. Darunter werden Startups mit hohem Innovationspotential aber auch ebenso hohem Risiko verstanden. „Die Projekte arbeiten mit bahnbrechenden Technologien und sind sehr riskant. Sie benötigen deutlich mehr Geld als Startups aus dem Digitalbereich, um ein minimal funktionsfähiges Produkt (Minimum Viable Product, MVP) herzustellen. Und eine Wertschöpfung entsteht wenn nur mittel- oder langfristig.“, antwortete Initiator Duportet der Tageszeitung Le Monde auf die Frage, ob die Deep-Tech-Unternehmen einen ähnlichen Boom wie der Digitalisierungsbereich erleben werden.

Zu den diesjährigen Themen gehörten beispielsweise: die terrestrische Verwertung eines Kunststofffilters, der bisher in der Raumfahrt zu Luftreinigung eingesetzt wurde (Skytree); modulare Bussysteme, die Passagiere perspektivisch autonom transportieren sollen (Next Future Mobility); Software, die durch künstliche Intelligenz und Big Data Unterstützung bei komplexen Fragen wie etwa der Auswirkung von autonomem Fahren auf Städte bietet. Im Lebensmittelbereich wurden zahlreiche Konzepte für Fleisch-Ersatzprodukte (zum Beispiel Impossible Food) und den Einsatz von Insekten als Proteinergänzungen in Lebensmitteln (zum Beispiel Ynsect) vorgesellt.

Den diesjährigen Hauptpreis in Höhe von 100.000 Euro erhielt das indische Unternehmen Saathi, das auf Basis von Bananenfäden biologisch abbaubare Hygieneartikel herstellt.

Die Messe wurde zu großen Teilen von französischen Konzernen wie L’Oréal, Carrefour aber auch dem deutsch-französischen Konzern Airbus gesponsert.

Zum Nachlesen (Französisch):

Quelle: Le Monde Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Innovation Förderung Wirtschaft, Märkte

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