StartseiteAktuellesNachrichtenHorizont Europa: Kommission begrüßt vorläufige Einigung über das künftige EU-Programm für Forschung und Innovation

Horizont Europa: Kommission begrüßt vorläufige Einigung über das künftige EU-Programm für Forschung und Innovation

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Die EU-Institutionen haben eine politische Teileinigung über Horizont Europa erzielt, der das Europäische Parlament und der Rat noch formell zustimmen müssen. Die Kommission beginnt nun, die Umsetzung von Horizont Europa vorzubereiten, damit die ersten Entwürfe der Arbeitsprogramme rechtzeitig zum Programmstart am 1. Januar 2021 veröffentlicht werden können.

Horizont Europa wurde im Juni 2018 von der Kommission als Teil des langfristigen EU-Haushalts für die Jahre 2021-2027 vorgeschlagen. Das bislang ehrgeizigste Programm für Forschung und Innovation soll der EU einen weltweiten Spitzenplatz in den Bereichen Forschung und Innovation sichern.

Horizont Europa wird auf den Erfolgen und Errungenschaften des laufenden Forschungs- und Innovationsprogramms (Horizont 2020) aufbauen. Durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) und die Marie-Skłodowska-Curie-Stipendien und -Austauschmaßnahmen wird das Programm nach wie vor als Exzellenzmotor für die Wissenschaft auf die wissenschaftliche Beratung, die technische Unterstützung und die gezielte Forschung der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC), des wissenschaftlichen Dienstes der Kommission, zurückgreifen.

Es wird mehrere Neuerungen wie den Europäischen Innovationsrat (European Innovation Council – EIC) einführen. Der EIC, der sich bereits in der Pilotphase befindet, fungiert als zentrale Anlaufstelle, wenn es darum geht, disruptive und bahnbrechende Innovationen vom Labor bis zur Marktreife zu führen und Start-ups und KMU dabei zu helfen, ihre Ideen in einem größeren Maßstab umzusetzen (Scaling-up). Er wird über zwei Hauptfinanzierungsinstrumente, das eine für die Frühphase und das andere für die Entwicklung und Markteinführung, Innovatoren direkt unterstützen und die Arbeit des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) ergänzen.

Nächste Schritte

Die vom Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission erzielte vorläufige politische Einigung liegt nun dem Europäischen Parlament und dem Rat zur formellen Zustimmung vor. Die finanziellen Aspekte von Horizont Europa sind von einer umfassenden Einigung über den nächsten langfristigen EU-Haushalt abhängig, den die Kommission im Mai 2018 vorgeschlagen hat.

Inwieweit sich Synergien mit anderen künftigen Programmen und Maßnahmen der EU ergeben werden, wird weiter diskutiert und hängt davon ab, welche Fortschritte bei den anderen sektoralen Vorschlägen innerhalb des langfristigen Haushalts der EU erzielt werden. Auch die Regelungen zu internationalen Assoziierungsabkommen sind noch Gegenstand der Diskussion. 

Die Kommission beginnt nun, die Umsetzung von Horizont Europa vorzubereiten, damit die ersten Entwürfe der Arbeitsprogramme rechtzeitig zum Programmstart am 1. Januar 2021 veröffentlicht werden können.

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Quelle: Europäische Kommission Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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