StartseiteAktuellesNachrichtenIndien stellt erste eigene Rangliste für Hochschulen vor

Indien stellt erste eigene Rangliste für Hochschulen vor

Berichterstattung weltweit

Die Rangliste umfasst insgesamt 100 Hochschulen in den Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften.

In der Pressekonferenz anlässich der Vorstellung des India Rankings 2016 report am 4. April bezeichnete Bildungsministerin Smriti Irani die Rangliste als die erste landesweite Bewertung von Einrichtungen anhand "objektiver, nachvollziehbarer Parameter" und als "die größte Untersuchung ihrer Art in der Geschichte der Nation". Die indische Regierung hatte die Einrichtung eines eigenen indischen Bewertungssystems beschlossen, da internationale Rankingagenturen für Indien wesentliche Kriterien unberücksichtigt ließen. 

Bewertungsrahmen ist der National Institutional Ranking Framework (NIRF). Die Erarbeitung eines solchen Rahmens wurde im Oktober 2014 mit der Einsetzung eines Expertenrats unter der Leitung des Bildungsressorts initiiert. Um der Unterschiedlichkeit der Hochschullandschaft Rechnung zu tragen, erfolgt die Bewertung getrennt nach Fachbereichen und Hochschultypen: Im September 2015 stellte der Bildungsminister den ersten, für die Technischen und Wirtschaftshochschulen fertiggestellten Bewertungsrahmen vor (Kooperation international berichtete am 08.10.2015), es folgte die Ausweitung auf die Bereiche Pharmazie und Architektur. 

Entsprechend differenziert diese erste Ausgabe des nationalen Rankings nach vier verschiedenen Hochschulbereichen und -typen, die in eigenen Listen der 25 Besten geführt werden:

  • Technische Hochschulen: Hier dominieren die Indian Institutes of Technology (IITs).
  • Wirtschaftshochschulen: Die ersten Plätze belegen durchgehend die Indian Institutes of Management (IIMs).
  • Pharmazeutische Hochschulen: Hier wird ein insgesamt niedriges Bewertungsniveau konstatiert.
  • Universitäten: Die Rangliste wird angeführt vom Indian Institute of Science Bangalore und dem Institute of Chemical Technology in Mumbai. Auf den weiteren Plätzen folgen große fakultätsübergreifende Universitäten, die auch einen guten Ruf in den Geistes- und Sozial- sowie in den Naturwissenschaften genießen.

Um an dem Bewertungsverfahren teilzunehmen, konnten sich Hochschulen bis Mitte Januar auf der NIRF-Plattform anmelden. Insgesamt nahmen etwa 3.500 Hochschuleinrichtungen teil.

In den ersten drei Kategorien werden nur Institute und Colleges geführt, die sowohl Lehre als auch Forschung betreiben (sog. "Category A"); auf die Publikation einer Rangliste für vorwiegend in der Lehre tätigen Hochschulen ("Category B") wurde in dieser ersten Ausgabe verzichtet, da das Datenaufkommen nicht nur aufgrund der großen Teilnehmerzahl sehr hoch, sondern zugleich nicht ausreichend konsistent war. Von einer Rangliste im Bereich Architektur wurde hingegen wegen mangelnder Repräsentativität durch eine zu geringe Teilnahme abgesehen.

Der NIRF bewertet die Einrichtungen nach 22 Indikatoren, die unter fünf übergeordneten Parametern zusammengefasst sind:

  1. Teaching, Learning and Resources
  2. Research, Consulting and Collaborative Performance
  3. Graduation Outcome
  4. Outreach and Inclusivity
  5. Perception

Zum Nachlesen:

Quelle: University World News, Department of Higher Education Redaktion: von Miguel Krux Länder / Organisationen: Indien Themen: Bildung und Hochschulen

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