StartseiteAktuellesNachrichtenInstitut für Chemie der TU Berlin unterzeichnet als erste europäische Institution das Green Chemistry Commitment

Institut für Chemie der TU Berlin unterzeichnet als erste europäische Institution das Green Chemistry Commitment

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Mit dem Green Chemistry Commitment der internationalen Organisation Beyond Benign verpflichtet sich die Hochschule, die Grundsätze der Grünen Chemie künftig auch im Lehrangebot zu verankern.

Ziel der internationalen Organisation Beyond Benign ist es, Bildungsressourcen für Grüne Chemie und nachhaltige Wissenschaft in der Lehre und in der Industrie zu verankern. Grüne Chemie steht hierbei für das Design von chemischen Produkten, die den Einsatz oder die Erzeugung von gefährlichen Substanzen in der chemischen Industrie reduzieren beziehungsweise vermeiden. Dazu wurde das Konsortialprogramm Green Chemistry Commitment (GCC) ins Leben gerufen, das darauf abzielt, die Gemeinschaft und Ressourcen der grünen Chemikerinnen und Chemiker zu erweitern und systemische und nachhaltige Veränderungen in der Chemieausbildung zu bewirken. Hierfür arbeitet die Organisation weltweit mit ausgesuchten Partnerinnen und Partnern zusammen.

Das an der TU Berlin beheimatete Exzellenzcluster UniSyScat (Unifying Systems in Catalysis) hat sich bereits der Erforschung und Implementierung der Grünen Chemie in der Katalyseforschung verschrieben. Mit dieser Selbstverpflichtung, die im Dezember 2020 unterschrieben wurde, erhalten die Chemie-Studierenden an der TU Berlin nicht nur Zugang zu einem neuen, innovativen Studienangebot, sondern auch Austauschmöglichkeiten mit einem internationalen Netzwerk und dadurch verbesserte Jobchancen.

Damit deckt die TU Berlin drei wesentliche Bereiche einer nachhaltigen Universität im Bereich Chemie ab: In der Forschung nicht zuletzt durch das Exzellenzcluster UniSysCat, in der Lehre durch das Green Chemistry Commitment und in dem Bereich Transfer durch die Chemical Invention Factory (CIF) auf dem Campus Charlottenburg. Eine Initiative, die das Ziel verfolgt, Vorgründungsteams und Start-ups aus dem Bereich der Grünen Chemie auf ihrem Weg in den Markt zu unterstützen, sowohl mit geeigneten Laboren und Zugang zu neuester Forschungs-Infrastruktur als auch mit einem Netzwerk an Mentorinnen und Mentoren, Coaches, Industrieunternehmen und erfahrenen Gründerinnen und Gründern.

Martin Rahmel, Geschäftsführer der CIF, sagt dazu:

"Das sind beste Voraussetzungen, damit Berlin mit seinem bestehenden Ökosystem auch in der Grünen Chemie zum Zentrum in Europa wird, von der Lehre über Forschungsergebnisse bis hin zu Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft."

Quelle: Technische Universität Berlin via IDW Nachrichten Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Deutschland Themen: Bildung und Hochschulen Physik. u. chem. Techn.

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