StartseiteAktuellesNachrichtenInternationale Hochschulbildung: Wie lassen sich Nachhaltigkeit und akademischer Austausch vereinbaren?

Internationale Hochschulbildung: Wie lassen sich Nachhaltigkeit und akademischer Austausch vereinbaren?

Berichterstattung weltweit

Eine Reihe internationaler Organisationen sowie ein neu gegründetes Netzwerk diskutieren angesichts des globalen Klimawandels die Vereinbarkeit von akademischen Austausch und Nachhaltigkeit.

Internationale Mobilität von Studierenden und Lehrkräften gilt als wichtiger Faktor zur persönlichen Entwicklung, dem Austausch zwischen Menschen verschiedener Kulturen und liefert einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Kooperation von Hochschulen. Allerdings sind Auslandsaufenthalte in vielen Fällen mit Flugreisen verbunden und verursachen somit CO2-Emissionen. Angesichts der globalen Klimakrise stellt sich die Frage, wie sich der weltweite akademische Austausch nachhaltig gestalten lässt. Die Diskussion erhält zunehmend Einzug in die Fachcommunity.

Bereits im September letzten Jahres gründeten im Bereich der Internationalen Bildung tätige Fachleute das „Climate Action Network for International Educators – CANIE“, das eben dieser Frage nachgeht: So wird etwa diskutiert, ob Kurzaufenthalte von ein bis zwei Wochen im Ausland im gleichen Maße zu Persönlichkeitsentwicklung, Austausch und Zusammenarbeit beitragen können wie längere Studienreisen oder Auslandsemester und entsprechend gefördert werden sollten. Oder inwieweit die Gestaltung der Rahmenbedingungen von Auslandsaufenthalten zu einem vertiefenden Austausch beitragen kann, um diese so zielführend wie möglich durchzuführen.

Das US-amerikanische Forum on Education Abroad, ein gemeinnütziger, vom US-Justizministerium und der Federal Trade Commission als Organisation zur Entwicklung von Standards (SDO) für den Bereich der Bildung im Ausland anerkannter Verband, beschäftigt sich im Rahmen der Jahrestagung 2020 mit diesem Thema. Vom 25. Bis 27. März diskutieren Fachleute unter dem Titel „Education Abroad at a Crossroads: Actions for a Sustainable Future” über die Nachhaltigkeit im akademischen Austausch.

Die britische Foundation for International Education gab kürzlich bekannt, alle ab Frühjahr 2020 geförderten Aufenthalte von Studierenden aus den USA im Vereinigten Königreich und Irland durch Maßnahmen zum Emissionsausgleich CO2-neutral zu gestalten. Die Stiftung engagiert sich bereits seit 2012 im Bereich Umweltschutz und möchte ihre Aktivitäten in diesem Bereich künftig erweitern.

Zum Nachlesen

Quelle: Inside Higher Ed Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global Themen: Bildung und Hochschulen Umwelt u. Nachhaltigkeit

Weitere Informationen

Eine Initiative vom

Projektträger