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Internationale Zusammenarbeit in Horizont 2020: Europäische Kommission veröffentlicht Bericht zu Kooperationen mit Drittstaaten

Berichterstattung weltweit

Der Monitoring Flash der Europäischen Kommission beleuchtet den Stand der internationalen Zusammenarbeit in Horizont 2020 nach fünfjähriger Umsetzung. Die Statistiken sollen als Grundlage für die politischen Diskussionen über das Nachfolgeprogramm Horizont Europa (2021-2027) dienen.

Insgesamt wurden bis zum 1. Januar 2019 4.700 Beteiligungen aus 124 nicht EU-Ländern (16 assoziierten und 108 nicht-assoziierten Drittländern) in den verschiedenen Förderlinien von Horizont 2020 registriert. Mit Bewerbern aus 163 nicht assoziierten Drittländern weist das Programm eine sehr breite internationale Reichweite auf. Insgesamt stammten drei Prozent aller Teilnahmeanträge aus diesen Ländern. Mit einem Anteil von acht Prozent an den eingegangenen Teilnahmeanträgen reichten die 16 assoziierten Drittländer weit mehr Bewerbungen ein. Wobei die nicht-assoziierten Drittländern mit vier Prozent aller Beteiligungen eine höhere Erfolgsquote aufweisen als die assoziierte Drittstaaten, deren Beteiligung bei sieben Prozent liegt.

Mit über 1.100 Beteiligungen entfallen 28 Prozent der Beteiligungen aus nicht assoziierten Drittstaaten auf die USA gefolgt von China (9 %), Kanada (6 %) und Australien (5 %). Bei den 16 assoziierten Drittstaaten entfallen mit mehr als 2.800 Beteiligungen rund 37 Prozent der Beteiligungen auf die Schweiz, gefolgt von Norwegen (23 %), Israel (17 %) und der Türkei (9 %).

Die nicht EU-Länder steuerten bisher Fördermittel in Höhe von 3,23 Milliarden Euro zu Horizont 2020 bei, rund 8,6 Prozent des Gesamtetats. Mit drei Milliarden stammt der Großteil der finanziellen Beteiligungen von den assoziierten Drittstaaten.

Im Vergleich zum 7. FRP ist die Beteiligung nicht assoziierter Drittländer an Kooperationsprojekten deutlich zurückgegangen. Diesem Trend versucht die Europäische Kommission bereits seit der Midterm-Evaluierung von Horizont 2020 entgegenzuwirken. Die aktuellen Zahlen und Analysen sollen zudem genutzt werden, um die internationale Beteiligung im Nachfolgeprogramm Horizont Europa, das ab 2021 die europäische Forschungs- und Innovationsförderung regeln soll, zu steigern.

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Quelle: EUB-Telegramm 6/2019 Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Global Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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