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Kanada: Bericht zur Grundlagenforschung sieht Verbesserungsbedarf

Berichterstattung weltweit

Der mit großer Spannung erwartete Bericht empfiehlt unter anderem eine verbesserte Koordination und Kontrolle im Hinblick auf öffentliche Forschungsausgaben. In dem unabhängigen Bericht wird der kanadischen Regierung auch empfohlen, die Ausgaben für Grundlagenforschung um ein Drittel von 3,5 Mrd. auf 4,8 Mrd. Kanadische Dollar anzuheben.

Der kanadische „Fundamental Science Review“ (Bericht zur Grundlagenforschung) wurde am 10. April veröffentlicht und kommt zu einem insgesamt „ernüchternden“ Ergebnis: So sei die Pro-Kopf-Verteilung von Forschungsgeldern für Grundlagenforscher im Land seit 2013 um 35 Prozent gesunken. Regierungsprogramme wie etwa das „Canada Research Chair“, mit dem hochkarätige internationale Forscher für kanadische Universitäten geworben werden sollen, können in ihren Mitteln nicht mit der Inflation Schritt halten: So stagniert die Höhe der von diesem Programm verliehenen Einzelauszeichnungen seit dem Jahr 2000 bei 200.000 Kanadischen Dollar. In derselben Zeit sind auch die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurückgegangen.

Der Bericht empfiehlt deswegen die Einrichtung eines unabhängigen nationalen Rates für Forschung und Innovation, der den Premierminister beratend unterstützt, die staatlichen Ausgaben für Forschung überwacht und den in Kanada nicht unumstrittenen Rat für Wissenschaft, Technologie und Innovation ("Science, Technology and Innovation Council") ersetzen soll. Zudem soll eine kohärente Strategie entwickelt werden, die für eine verbesserte Koordination zwischen den drei größten Fördereinrichtungen für Natur-, Gesundheits- und Gesellschaftswissenschaften sorgen soll.

Zum Nachlesen:

Quelle: Nature Redaktion: von Nils Demetry Länder / Organisationen: Kanada Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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