StartseiteAktuellesNachrichtenKanadische Wissenschaftsministerin formuliert Erwartungen an neuen Forschungskoordinierungsausschuss

Kanadische Wissenschaftsministerin formuliert Erwartungen an neuen Forschungskoordinierungsausschuss

Berichterstattung weltweit

Ausschuss soll Harmonisierung, Integration und Koordinierung kanadischer Forschungsprogramme vorantreiben.

Am 8. Juni besuchte Wissenschaftsministerin Kirsty Duncan den Kanadischen Forschungskoordinierungsausschuss (Canada Research Coordinating Committee CRCC), um ihre Erwartungen an einen Wandel in der Forschungsgemeinschaft darzulegen. Der Ausschuss soll Konsultationen mit den Mitgliedern und Organisationen, die Teil der kanadischen Forschungsgemeinschaft sind, führen und damit unter anderem folgende Aufgaben erfüllen:

  • Harmonisierung und Koordinierung der forschungsbezogenen Programme und Strategien sowie Berücksichtigung gemeinsamer Anliegen in den drei Bewilligungsgremien des Bundes und der kanadischen Stiftung für Innovation (Canada Foundation for Innovation CFI);
  • Verbesserung von Gerechtigkeit, Vielfalt und Integration im gesamten Forschungsspektrum;
  • Partnerschaftliche Entwicklung eines interdisziplinären indigenen Forschungs- und Ausbildungsmodells, das zur Versöhnung mit First Nations, Métis und Inuit beiträgt.

Ministerin Duncan hob hervor, dass sie eine weiterhin offene, transparente und kooperative Arbeit erwarte, und erörterte auch die entscheidende Rolle, die das Komitee bei der Erreichung ihrer Ziele spielt: die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Stärkung der Wissenschafts- und Forschungskultur in Kanada.

Hintergrund

Der CRCC wurde im Oktober 2017 durch das kanadische Wissenschaftsministerium eingesetzt und soll zur "Wiederbelebung der kanadischen Wissenschaftsförderung" beitragen. Zu diesem Zweck soll der Ausschuss die Koordinierung der drei großen Bewilligungsgremien für Forschungsgelder – die kanadischen Institute für Gesundheitsforschung (CIHR), der kanadische Forschungsrat für Natur- und Ingenieurswissenschaften (NSERC) und der Forschungsrat für Sozial- und Geisteswissenschaften (SSHRC) – sowie der CFI verbessern. Die Arbeit des CRCC nimmt Strategien und Programme der Agenturen in den Blick und trägt dazu bei, sie auf eine sich rasch entwickelnde globale Forschungslandschaft einzustellen – etwa indem die Förderung für internationale, multidisziplinäre und risikoreiche Forschung ausgebaut wird. In wichtigen aufstrebenden Forschungsbereichen wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, regenerative Medizin und Arktisforschung soll der Ausschuss Beratung und Unterstützung anbieten.

Ein weiterer Fokus ist Stärkung von Gerechtigkeit und Vielfalt. Es erfolgt ein Monitoring von unterrepräsentierten Gruppen, verbunden mit der Prüfung von strukturellen, institutionellen und einstellungsbedingten Hindernissen, die den Zugang unterrepräsentierter Forschergruppen zu den Programmen und Maßnahmen der Agenturen beeinträchtigen. Darüber hinaus zielt die Arbeit des CRCC darauf ab, zur Versöhnung der Beziehung zu den indigenen Völkern beizutragen. Dazu soll ein nationales Forschungsprogramm aufgesetzt werden, das die Fähigkeit indigener Gemeinschaften unterstützt, Forschung zu betreiben und mit einer breiteren Forschungsgemeinschaft zusammenzuarbeiten. Zur Verbesserung der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist die Harmonisierung von Stipendienprogrammen in den Bewilligungsgremien geplant.

Mitglieder des Ausschusses sind die Präsidenten von NSERC, SSHRC, CIHR und CFI sowie des Nationalen Forschungsrates, eine leitende wissenschaftliche Beraterin, der stellvertretende Gesundheitsminister und der stellvertretende Minister für Innovation, Wissenschaft und wirtschaftliche Entwicklung.

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Quelle: Government of Canada Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Kanada Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Förderung

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