StartseiteAktuellesNachrichtenKurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft zu Startups im Bereich Künstlicher Intelligenz: Israel und Finnland vor China

Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft zu Startups im Bereich Künstlicher Intelligenz: Israel und Finnland vor China

Berichterstattung weltweit

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in einem IW-Kurzbericht auf Basis einer Liste von Asgard und Roland Berger mit rund 3.500 KI-Startups aus 67 Ländern ausgewertet, wie einzelne Volkswirtschaften aufgestellt sind.

Künstliche Intelligenz (KI) hat längst strategische Bedeutung für die Entwicklung von Volkswirtschaften. Im internationalen Wettbewerb versuchen sich die Länder gut aufzustellen, um Wettbewerbsvorteile zu erreichen. Die Europäische Kommission hat 2018 einen koordinierten Plan mit Maßnahmen zur Förderung von KI vorgelegt. Ziel dieser Bemühungen ist es, die Arbeit mit und an KI zu intensivieren. Länder, die jetzt schnell sind in der Entwicklung und Umsetzung von KI-Anwendungen, können sich Wettbewerbsvorteile erarbeiten, Standards setzen und möglichweise besonders von den Vorteilen von KI profitieren.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wo einzelne Länder in Bezug auf KI heute stehen. Asgard und Roland Berger haben eine Liste von rund 3.500 Startups aus 67 Ländern zusammengestellt, die im Bereich KI arbeiten. Mit knapp 1.400 Unternehmen sind die meisten KI-Startups in den USA beheimatet. In Bezug auf einzelne Länder rangiert dahinter China, wenn auch mit deutlichem Abstand (etwa 400 Startups). Deutschland fällt mit rund 100 Startups deutlich ab. Positiv ist die starke Position der EU-28-Länder, die mit knapp 730 KI-Startups zwar nur halb so viele wie die Vereinigten Staaten aufzuweisen haben, aber damit immerhin Rang 2 des Ranking einnehmen.

Beim Vergleich zwischen den Ländern ist allerdings zu beachten, dass die einzelnen Wirtschaftsräume in ihrer Größe sehr unterschiedlich sind. Sehr deutlich wird dies, wenn die KI-Startups auf die Anzahl an Unternehmen insgesamt bezogen wird. Rang 1 nimmt dann Israel ein, wo KI-Startups in Bezug auf alle Unternehmen des Landes die größte Bedeutung haben. Auf Platz 2 sind die USA zu finden. Finnland und die Schweiz auf den Plätzen 3 und 4 sind die großen Aufsteiger. Deutschland hält gegenüber der Betrachtung der reinen Anzahl der KI-Startups seine Position. Die EU-28 verlieren dagegen deutlich und belegen bei diesem Indikator nur noch Rang 12. Am stärksten rutscht China im Ranking der Top 15 ab: gemessen an der Anzahl der Unternehmen insgesamt landet China nur auf dem vorletzten Platz.

Ähnliche Ergebnisse zeigen sich, wenn die KI-Startups relativ zur Bevölkerung betrachtet werden. Hier verlieren China und Indien aufgrund ihrer großen Bevölkerung beispielsweise deutlich gegenüber dem Ranking nach der Anzahl der KI-Startups. Israel, Finnland und die USA sind erneut auf den vorderen Rangplätzen.

Diese Daten können auf Basis der verwendeten Quellen allenfalls ein erster Indikator dafür sein, wo die einzelnen Länder in Bezug auf junge KI-Unternehmen stehen. So ist beispielsweise davon auszugehen, dass China sich in allen drei betrachteten Indikatoren zukünftig aufgrund umfangreicher staatlicher Intervention merklich verbessern wird. Deutlich wird auch, dass Deutschland im internationalen Vergleich mittelmäßig abschneidet und noch viel Raum für Entwicklung besitzt. Andere europäische Staaten sind hier weiter.

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Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: USA China Israel Deutschland Finnland Schweiz EU Themen: Information u. Kommunikation Wirtschaft, Märkte

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