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Neue Projekte zwischen Türkei und Deutschland

Am 27. Januar 2012 traf Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Berlin mit rund 30 türkeistämmigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu einem Gedankenaustausch über deren Erfahrungen mit dem Hochschul- und Wissenschaftssystem in Deutschland zusammen.

Anwesend waren auch der neue Botschafter der Republik Türkei, S.E. Hüseyin Avni Karslioglu, sowie der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat. Am Rande der Begegnung wurde der Aufbau eines Netzwerkes türkeistämmiger Wissenschaftler vereinbart.

Viele Teilnehmer wiesen darauf hin, dass gute Sprachkenntnisse wichtig sind und Mehrsprachigkeit viele Chancen bietet. Bundesbildungsministerin Schavan hob hervor, dass kulturelle Vielfalt bereichert und muttersprachliche Kenntnisse bedeutend sind. Botschafter Karslioglu kündigte an, sich in seiner Amtszeit für eine verbesserte Bildungsbeteiligung und größere Bildungserfolge türkeistämmiger Kinder und Jugendlicher einzusetzen. Bundesvorsitzender Kolat verwies auf den bevorstehenden 5. Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin und auf den Stellenwert von Sprachförderung und Empowerment-Strategien.

Die Integration in Deutschland macht Fortschritte. Die anhaltenden bildungspolitischen Anstrengungen führen zu ersten Erfolgen. Der im Januar 2012 veröffentlichte 2. Integrationsindikatorenbericht der Bundesregierung spricht hier eine eindeutige Sprache.

Traditionell gute Beziehungen

Die Türkei und Deutschland verbinden traditionell gute Beziehungen. Die Türkei ist ein wichtiger Partner Deutschlands, nicht nur politisch, sondern auch wissenschaftlich: Insgesamt gibt es 300 deutsch-türkische Hochschulpartnerschaften. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der türkische "Scientific and Technical Research Council" (TÜBITAK) haben eine Zusammenarbeit vereinbart. An Graduiertenkollegs der DFG sind etwa 30 türkische Doktoranden beteiligt, der DAAD fördert rund 600 Türkinnen und Türken. Seit 1954 förderte die Humboldt-Stiftung rund 400 Stipendiaten aus der Türkei.

Neue Projekte, wie etwa die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) beispielsweise oder auch das GT ARC, das "German-Turkish Advanced Research Centre for Information and Communication Technologies", werden diese Kooperation weiter intensivieren. Der vom Bund geförderte Aufbau von Zentren für Islamische Theologie wird einen wichtigen Beitrag auch zur kulturellen Verständigung leisten.

Quelle: BMBF Redaktion: von , DLR Projektträger, Europäische und internationale Länder / Organisationen: Deutschland Türkei Themen:

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