StartseiteAktuellesNachrichtenReimar Lüst-Preise 2023: Forschungspreise für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung vergeben

Reimar Lüst-Preise 2023: Forschungspreise für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung vergeben

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht gemeinsam mit der Fritz Thyssen Stiftung jährlich bis zu zwei Reimar Lüst-Preise an hoch angesehene Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Ausland, die sich als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren besondere Verdienste um die nachhaltige Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und ihrem Heimatland erworben haben.

2023 erhielten die Expertin für Kulturerbestudien Sophia Labadi und der Wirtschaftswissenschaftler Christian Dustmann den Reimar Lüst-Preis. Der mit 60.000 Euro dotierte Preis trägt den Namen des Astrophysikers und früheren Präsidenten (1989-1999) der Humboldt-Stiftung Reimar Lüst (1923-2020).

Sophia Labadi ist eine interdisziplinäre Forscherin auf dem Gebiet der Kulturerbe- und Menschenrechtsforschung. Seit 2019 ist sie als Professorin an der Universität in Kent, Vereinigtes Königreich, tätig. Mit ihrer Arbeit will sie Schlüsselkonzepte wie „Welterbe“ und „immaterielles Erbe“ sowie die Verbindungen zwischen kulturellem Erbe und nachhaltiger Entwicklung analysieren, dekonstruieren und neu konzipieren. Dabei erörtert sie, wie das Konzept des Kulturerbes und Museen dringende globale Herausforderungen wie soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit angehen können. Als Reimar Lüst-Preisträgerin plant Sophia Labadi einen Forschungsaufenthalt an der Universität Bonn.

Christian Dustmann ist Wirtschaftswissenschaftler auf dem Gebiet der Arbeitsmarktforschung. Der Fokus seiner Arbeit liegt auf der Migrationsforschung und Arbeitsmarktökonomik. Seit 2004 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre am University College London und Gründungsdirektor des Centre for Research and Analysis of Migration. Christian Dustmann wird seinen mit dem Preis verbundenen Forschungsaufenthalt am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg verbringen.

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Quelle: Alexander von Humboldt Stiftung Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Deutschland Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Global Themen: Förderung Geistes- und Sozialwiss.

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