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Saar-Universität will mit polnischer Universität Rzeszow eng zusammenarbeiten

Saarbrücken und die polnische Stadt Rzeszow weisen einige Parallelen auf. Sie haben ähnlich viele Einwohner, liegen beide in einer Grenzregion und sind mit ihren Universitäten das Bildungs- und Forschungszentrum der Region. Hochrangige Vertreter aus Politik und Wissenschaft der Woiwodschaft Karpatenvorland waren am Donnerstag (12. Mai 2011) an der Universität des Saarlandes zu Gast, um dort gemeinsame Forschungsprojekte zu planen. Bereits im März hatten saarländische Wissenschaftler an der Universität Rzeszow eine Grundsatzvereinbarung zur Zusammenarbeit sowie ein Erasmus-Programm zum Studentenaustausch in den Fächern Materialwissenschaften, Physik, Chemie, Biologie und den Sprachwissenschaften unterzeichnet.

institution logoDie Woiwodschaft Karpatenvorland mit der Stadt Rzeszwo als Zentrum liegt im äußersten Südosten Polens und grenzt an die Ukraine und Slowakei. Beide Nachbarländer sind wichtige Wirtschaftspartner für die dünn besiedelte Region. Das Saarland hat im Vergleich fast viermal so viel Einwohner pro Quadratkilometer wie das Karpatenvorland. Nach dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 erhielt die Region viel Unterstützung aus Fördertöpfen der Europäischen Union, auch für die Forschung. Die mit modernen Geräten ausgestatteten Labore bieten für die Wissenschaftler der Saar-Uni viele Anknüpfungspunkte. So plant zum Beispiel die Professorin für Biochemie, Rita Bernhardt, eine Forschungskooperation in der Zell- und Membranbiophysik. Rolf Hempelmann, Professor für physikalische Chemie, will mit polnischen Kollegen an Themen der Elektrochemie forschen. Gemeinsam wollen sich die Wissenschaftler um europäische Fördergelder für Forschungsprojekte und den Doktorandenaustausch bemühen.

Universitätspräsident Volker Linneweber hat am Donnerstag Anna Kowalska, die Vize-Marschallin der Woiwodschaft Podkarpackie und ihre Delegation an der Saar-Universität begrüßt und die Perspektiven der künftigen Zusammenarbeit aufgezeit. Anschließend hat Uwe Hartmann, Professor für Experimentalphysik der Saar-Uni, die Nanotechnologie in der Großregion vorgestellt und erläutert, wie hierzulande Universitäten, Forschungsinstitute und Unternehmen auf diesem Gebiet eng zusammenarbeiten. Außerdem stand ein Besuch des Leibniz-Instituts für neue Materialien (INM) auf dem Programm. Das International Office der Universität des Saarlandes hat den Besuch der Delegation auf dem Uni-Campus gemeinsam mit dem saarländischen Wissenschafts- und Europaministerium vorbereitet.

Kontakt:
Dr. Ekaterina Klüh
Koordinatorin Osteuropaprogramme
International Office
Tel.: 0681-302-71106
Mail: e.klueh(at)io.uni-saarland.de

Quelle: Universität des Saarlandes Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Polen Themen: Bildung und Hochschulen Physik. u. chem. Techn. Engineering und Produktion Lebenswissenschaften Geistes- und Sozialwiss.

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