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Saarbrücker Psychologen initiieren Projekt zur Stärkung des Unternehmertums in Jordanien

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Unternehmensgründungen sind der Schlüssel zur Schaffung neuer und innovativer Arbeitsplätze – auch in Entwicklungsländern. Ein internationales, vom DAAD gefördertes Projekt will nun insbesondere die psychologischen Aspekte des Unternehmertums in solchen Ländern stärken. Im Projekt „JUICEE“ arbeiten Saarbrücker Psychologen mit drei Hochschulen in Jordanien zusammen, um die jordanische Hochschullandschaft in Bezug auf Lehre von Unternehmertum weiterzubilden und die Arbeitsmarktorientierung der akademischen Ausbildung zu fördern.

Unternehmertum und Start-ups sind für die wirtschaftliche Leistung eines Landes enorm wichtig, da neue Unternehmen auch neue Arbeitsplätze schaffen. Insbesondere in vielen Entwicklungsländern ist der Anteil arbeitsloser Hochschulabsolventinnen und -absolventen sehr hoch; so hatten in Jordanien im Jahr 2016 fast 40 Prozent der Arbeitslosen mindestens einen Bachelorabschluss. Da sie auf dem Arbeitsmarkt kaum qualifizierte Jobs finden, arbeiten viele Hochschulabsolventen im sogenannten informellen Sektor, in dem sie nur minimale Einkommen erzielen.

In den Hochschulen Jordaniens herrschen derzeit noch traditioneller Frontalunterricht und klassische Beschäftigungsmodelle vor, und die Studierenden erhalten kaum Unterstützung im Hinblick auf die Gründung eines Unternehmens.

Das soll sich im Rahmen eines neuen internationalen Projektes des Saarbrücker Lehrstuhls für Arbeits- und Organisationspsychologie ändern, bei dem die Psychologen Nida Bajwa und Prof. Cornelius König mit drei jordanischen Hochschulen zusammenarbeiten. Ziel des Projektes Developing Jordanian Universities’ Innovation Capacities and Entrepreneurship Education („JUICEE“), das vom Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)  im Rahmen des Programms „Hochschulkooperationen mit Jordanien und dem Libanon zur Unterstützung von syrischem Hochschulpersonal (2021-2022)“ gefördert wird, ist es, eine unternehmerische Ausbildung ins Studium zu integrieren, um die Beschäftigungsperspektiven von Studierenden langfristig zu verbessern.

Nida Bajwa, wissenschaftlicher Mitarbeiter, sagt:

„Wir wollen die jordanischen Hochschulen dabei unterstützen, ihre Kompetenzen in den Bereichen Unternehmertum und Existenzgründung zu erweitern und entsprechende Strukturen zur Förderung von jungen Unternehmern zu etablieren.“ 

Dabei soll es insbesondere um eine stärkere Berücksichtigung psychologischer Phänomene der Unternehmensgründung gehen, zudem sollen die jordanischen Kollegen beispielsweise durch Coachings, Workshops und Kompetenzdiagnostiken weitergebildet werden. Einen zweiten Fokus legt das Projekt auf die Weiterbildung geflüchteter syrischer Akademikerinnen und Akademiker in Jordanien.

Quelle: Universität des Saarlandes/ IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Jordanien Themen: Bildung und Hochschulen Fachkräfte Wirtschaft, Märkte

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