StartseiteAktuellesNachrichtenShanghai-Ranking 2014: Frankreich behält fünften Platz

Shanghai-Ranking 2014: Frankreich behält fünften Platz

Vier französische Hochschulen gehören 2014 nach den Kriterien des Academic Ranking of World Universities (ARWU, bekannt als Shangai-Ranking) zu den weltweit besten 100 Einrichtungen sowie 21 zu den besten 500. Trotz anhaltender Kritik an der Methode des Rankings sind dessen Ergebnisse für die französische Hochschul- und Forschungslandschaft weiterhin von Bedeutung und werden landesweit diskutiert.

Der französische Bildungsminister Benoît Hamon und die Staatssekretärin für Hochschulen und Forschung Geneviève Fioraso ließen mitteilen, dass man zufrieden mit der stabilen Position Frankreichs sei, das seinen fünften nationalen Platz halten konnte. Und dies trotz der Bewertungsmethode, die wenig an die Besonderheiten des französischen Hochschul- und Forschungssystems angepasst sei und des großen internationalen Wettbewerbs. Auch sei es keine Überraschung, dass die US-amerikanischen und britischen Universitäten die Rangliste anführten, stellten sie doch die implizite Norm des Rankings dar.

Besonders gut ist Frankreich in der Mathematik platziert (dritter Platz hinter den USA), was auch die kürzliche Verleihung der Fieldsmedaille an den brasilianisch-französischen Mathematiker Artur Avila bestätigt, der am CNRS forscht. Die Fields-Medaille wird häufig als "Nobelpreis der Mathematik" bezeichnet. In der Physik steht Frankreich im Shanghai-Ranking auf Platz fünf, in der Chemie auf Platz sieben und in Informatik auf Platz neun.

Wie auch im Vorjahr gehören die folgenden vier Hochschulen zu den besten 100 (aktueller Rang sowie Rang in 2013 in Klammern): Université Pierre et Marie Curie (35 (37)), Université Paris-Sud (42 (39)), Ecole normale supérieure (67 (71)) und Université de Strasbourg (95 (97)).

Drei weitere Einrichtungen sind in den Top 150: die Université Aix-Marseille, die Université Joseph Fourier in Grenoble und die Université Paris Diderot. Die Université Paris Descartes befindet sich in den Top 200, sechs weitere Hochschulen in den Top 300 (Université de Bordeaux, Université de Lorraine, Université Claude Bernard Lyon 1, Université Paul Sabatier in Toulouse, Université Montpellier 2 sowie die ENS Lyon), drei in den Top 400 (École Polytechnique, Paris Tech, Université Paris Dauphine) und schließlich vier in den Top 500 (Mines Paris Tech, Université Nice Sophia Antipolis, Université Rennes 1 und Université d‘Auvergne). Die Universitäten Aix-Marseille und Lorraine dürften von ihren jeweiligen Fusionen 2011 bzw. 2012 und den daraus entstandenen Synergien profitiert haben. Ähnlich wie Strasbourg und Bordeaux, wo jeweils drei Universitäten fusionierten: Strasbourg gehört seit 2013 zu den besten 100 Einrichtungen im Shanghai-Ranking und Bordeaux ist seit 2013 vertreten.

Hamon und Fioraso betonten, "dieses Ranking seien nur ein Indikator von vielen und keinesfalls ein Ziel an sich." Weiterhin hielten sie fest, dass "die französischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen leistungsfähig bleiben und sich gegenüber dem Aufstieg der Schwellenländer behaupten können." Auch sei Frankreich mittlerweile drittwichtigstes Zielland für ausländische Studierende nach den USA und Großbritannien.

Hintergrund

Insgesamt werden im Shanghai-Ranking 17.000 Hochschulen bewertet. Es wurde 2003 zum ersten Mal von der Shanghai Jiao Tong University veröffentlicht und gehört damit zu den ersten international wahrgenommenen Ranglisten, die Hochschulen weltweit miteinander vergleichen. In Frankreich sorgte die verhältnismäßig niedrige Positionierung französischer Einrichtungen 2004 für Aufsehen. Seitdem gehört das jährliche Ranking zu den diskutierten Bildungsthemen (in etwa vergleichbar mit der Rolle der Pisa-Studie der OECD für Deutschland). Die Bewertungskriterien, zu denen unter anderem die Anzahl der in Science und Nature veröffentlichten Paper sowie die Nobelpreise und Fieldsmedaillen einer Einrichtung gehören, können auf der Seite von ARWU nachgelesen werden: www.shanghairanking.com

Quelle: MENESR, Le Monde Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Berufs- und Weiterbildung Bildung und Hochschulen Netzwerke Geistes- und Sozialwiss. Förderung Fachkräfte Wirtschaft, Märkte

Weitere Informationen

Eine Initiative vom

Projektträger