StartseiteAktuellesNachrichtenSmart Factories: Europäisches Forschungsprojekt stellt Menschen in den Mittelpunkt der Produktion

Smart Factories: Europäisches Forschungsprojekt stellt Menschen in den Mittelpunkt der Produktion

In Graz startet ein EU-finanziertes Forschungsprojekt zur Industrie 4.0, das zu Arbeitsplätzen in der Fabrik der Zukunft forscht und dabei den Menschen in den Mittelpunkt der Produktion stellt. Unter den insgesamt 15 europäischen Forschungspartnern sind mit ThyssenKrupp und der Schaeffler Technologies AG auch zwei deutsche Unternhemen vertreten.

Das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz koordiniert das 7,9 Millionen Euro Projekt „FACTS4WORKERS“ mit einer Laufzeit von vier Jahren, um Arbeitsplätze in der Fabrik der Zukunft attraktiv und intelligent zu gestalten und Europa als Produktionsstandort zu stärken. Denn mehr Ausbildung und mehr Investitionen in Fabriken sowie Forschung und Entwicklung sollen in Europa neue und bessere Jobs bringen.

Produktionen wandern zunehmend aus europäischen Hochlohnländern in sogenannte Best-Cost-Länder ab oder an Standorte mit niedrigeren Energiekosten. Um diesem Trend entgegen zu wirken, ist die europäische Industrie gefordert, intelligente Wertschöpfungskonzepte im Produktionsbereich zu entwickeln. Die EU-Kommission will "die schrumpfende Rolle der Industrie umkehren" und die "Attraktivität Europas als Produktionsstandort wiederherstellen", so der zuständige Kommissar Antonio Tajani. Mit mehr Investitionen in Fabriken und Forschung und Entwicklung sollte der Anteil der Industrie an der europäischen Wirtschaftsleistung bis 2020 auf 20 Prozent angehoben werden. Derzeit liegt dieser Wert bei rund 15 Prozent.

Ein großes Europäisches Forschungsprojekt stellt nun den Menschen ins Zentrum zukunftsweisender Produktionskonzepte um Fertigungsberufe deutlich attraktiver zu gestalten und Europa wettbewerbsfähiger zu machen. Seit 1. Dezember 2014 koordiniert das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz das Projekt Worker Centric Workplaces in Smart Factories (kurz FACTS4WORKERS genannt). 15 europäische Forschungspartner aus acht Ländern sind an einem eigens dafür gebildeten Konsortium beteiligt. Die vierjährige Forschungsinitiative wird im Rahmen von Horizon 2020 gefördert. Dabei handelt es sich um ein EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, das für den Zeitraum 2014 bis 2020 angelegt ist.

Ausführliche Informationen zu Forschungszielen und -schwerpunkten finden Sie in der Pressemitteilung Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft auf den Internetseiten von IDW Nachrichten.

VIRTUAL VEHICLE Research Center

Das VIRTUAL VEHICLE Research Center ist ein international führendes Forschungszentrum in Graz/Österreich. Wesentliche Elemente der Forschung und Entwicklung sind numerische Simulationen und umfassende Systemsimulationen. Über 200 Expertinnen und Experten realisieren in einem internationalen Netzwerk aus Industrie- und Forschungspartnern innovative Lösungen und entwickeln neue Methoden und Technologien. Aktuell arbeiten über 80 Industriepartner und neben der TU Graz 45 universitäre Forschungsinstitute weltweit mit VIRTUAL VEHICLE zusammen.

Kontakt

Martin Wifling
VIRTUAL VEHICLE Research Center
Tel: +43 316 873 9077
martin.wifling(at)v2c2.at

Quelle: Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft / IDW Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Österreich Themen: Engineering und Produktion Förderung Fachkräfte Wirtschaft, Märkte

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