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Start für die erste euro-mediterrane Ingenieurhochschule

Die französische Staatssekretärin für Hochschulen und Forschung Geneviève Fioraso und der marokkanische Minister für Hochschulen, Forschung und Führungskräfte Lahcen Daoudi haben gemeinsam den Start der INSA euro-méditerranée verkündet. Die erste euro-mediterrane Ingenieurhochschule wird auf dem Campus der Euro-mediterranen Universität in Fès (Marokko) entstehen und ab dem Wintersemester 2015/2016 die ersten Studierenden empfangen.

Die Studierenden werden aus den Ländern des Maghreb kommen, perspektivisch auch aus ganz Afrika. Angeboten werden berufsbefähigende Ausbildungen in den Bereichen Luftfahrt, Energie, Mechanik und Automobilbau. Die INSA euro-méditerranée ist aus einer Partnerschaft der sechs französischen Instituts nationaux de sciences appliquées (INSA) mit der Euro-mediterranen Universität Fès (UEMF) entstanden. Diese wurde 2012 gegründet, nachdem Fioraso und Daoudi ihren Willen bekundet hatten, in Lehre und Forschung enger zusammen zu arbeiten. Ab September 2015 werden auf dem Campus in Fès 6.000 Studierende erwartet, davon die Hälfte an der neuen INSA. Im Studium sind umfangreiche Mobilitäts- und Unternehmensphasen vorgesehen. Doppeldiplome der Partnereinrichtungen werden angestrebt, genauso wie das europäische Label EUR-ACE (EURopean ACcredited Engineer).

Die Staatssekretärin betonte, die Gründung der INSA euro-méditerranée konkretisiere den Willen Frankreichs und Marokkos, Bildung zu einer Priorität der französisch-marokkanischen Partnerschaft zu machen. Es zeige "die Fähigkeit unserer beiden Länder, die Annäherung zwischen beiden Ufern des Mittelmeers zu fördern und zwar durch Dialog und Offenheit dem sich voll entwickelnden afrikanischen Kontinent gegenüber." Ebenso zeige es die Fähigkeit, "der Jugend unserer Länder gemeinsam eine Zukunft mit Perspektive zu bieten."

Darüber hinaus wurden weitere gemeinsame Hochschulprojekte besprochen:

Eröffnung der École centrale de Casablanca im September 2015

  • Gründung eines Instituts für Logistik und Transport im Mittelmeerraum mit Beteiligung der französischen Université de Valenciennes et du Hainaut- Cambrésis sowie der École nationale des Ponts-et-Chaussées.
  • Gründung eines internationalen Institut universitaire de technologie (IUT) in Partnerschaft mit der internationalen Universität Rabat (die IUT sind an den französischen Universitäten angesiedelte Institute, deren Abschlüsse in hohem Maße berufsbefähigend sind, aber auch eine Fortsetzung des Studiums erlauben).
  • Gründung eines marokkanischen Weiterbildungszentrums zusammen mit dem französischen Conservatoire national des arts et métiers (CNAM).
  • Projekt einer Partnerschaft zwischen Aix-Marseille Université, der internationalen Universität Rabat und der Université Abdelmalek Essaâdi de Tanger-Tétouan.

In der französisch-marokkanischen Kooperation sollen digitale Lernangebote wie die Massive Open Online Courses (MOOCs) Einsatz finden. Denkbar ist beispielsweise eine Partnerschaft zwischen der französischen Plattform "France Université Numérique" und dem marokkanischen Projekt eines virtuellen Campus oder der Virtuellen Universität Tunesien.

Quelle: MENESR; Groupe INSA Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Marokko Themen: Bildung und Hochschulen Mobilität

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