StartseiteAktuellesNachrichtenUNESCO legt Überarbeitung der Empfehlung von 1974 für internationale Bildung vor

UNESCO legt Überarbeitung der Empfehlung von 1974 für internationale Bildung vor

Berichterstattung weltweit

Die 1974 angenommene Empfehlung gilt als wegweisendes Rechtsinstrument, das erstmals Frieden, Völkerverständigung, Menschenrechte, Grundfreiheiten und Bildung zusammenführt. Die UNESCO hat nun den ersten Entwurf einer überarbeiteten Empfehlung an die Mitgliedsstaaten zur schriftlichen Stellungnahme übermittelt.

Die Empfehlung von 1974 forderte die Mitgliedstaaten auf, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Bildungspolitik von einer globalen Perspektive und einem Engagement für internationale Solidarität geleitet wird. Heute stimmen die Ziele der Empfehlung eng mit mehreren in der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgehaltenen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Develompent Goals - SDG)  überein.

Jedoch gibt es seit 1974 neue Bedrohungen und Herausforderungen. Dazu gehören der Klimawandel, Infektionskrankheiten, Pandemien und andere Herausforderungen für die Gesundheit, die rasche Verbreitung von hasserfüllten und gewalttätigen Ideologien, nicht nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, systemischer Rassismus und anhaltende Ungleichheiten. Andererseits hat sich mit der beträchtlichen Ausweitung der Bildungsforschung und den technologischen Entwicklungen auch der Bereich der Bildung weiterentwickelt. Bildungsmaßnahmen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen sind zunehmend evidenzbasiert, umfassend, digital und sektorübergreifend und erfordern die Zusammenarbeit zwischen Gesellschaften und über traditionelle - territoriale wie kulturelle - Grenzen hinweg. Diese Entwicklungen bieten auch neue Möglichkeiten für die Friedenskonsolidierung und die Förderung der internationalen Solidarität.

Die Überarbeitung der Empfehlung soll eine Grundlage darstellen, um den globalen Konsens über die Rolle der Bildung in all ihren Formen mit neuem Leben zu füllen zu aktualisieren. Ziel ist es, Lernende aller Altersgruppen und künftige Generationen darauf vorzubereiten, zukünftige Schocks zu bewältigen und eine gerechtere, nachhaltigere, gesündere und friedlichere Zukunft zu gestalten.

Der erste Entwurf der überarbeiteten Empfehlung wurde gemeinsam mit einem vorläufigen Bericht per Rundschreiben an die Mitgliedstaaten übermittelt, damit sie bis zum 23. Dezember 2022 ihre schriftlichen Kommentare und Anmerkungen abgeben können. Diese werden bei der Ausarbeitung eines überarbeiteten Entwurfs der Empfehlung berücksichtigt. Dieser zweite Entwurf soll auf der Sitzung des zwischenstaatlichen Sonderausschusses erörtert werden. Die abschließende Annahme der Vorlage ist für die 42. Tagung der Generalkonferenz im November 2023 vorgesehen.

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Quelle: UNESCO Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global UNESCO Themen: Berufs- und Weiterbildung Bildung und Hochschulen Ethik, Recht, Gesellschaft Strategie und Rahmenbedingungen Umwelt u. Nachhaltigkeit

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