StartseiteAktuellesNachrichtenUniversität Bonn: Bill & Melinda Gates-Stiftung und DFG fördern Forschung zu Sauerstoffmangel bei Geburt

Universität Bonn: Bill & Melinda Gates-Stiftung und DFG fördern Forschung zu Sauerstoffmangel bei Geburt

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Forschungsprojekt wird von der Bill & Melinda Gates-Stiftung mit 1,1 Millionen US-Dollar sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 325.000 Euro gefördert.

Schwerer Sauerstoffmangel ist weltweit eine der häufigsten Komplikationen im Laufe einer Geburt und kann zu schwerer Hirnschädigung, einer so genannten hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie, führen. Eine Kältetherapie kann hierbei das Gehirn vor Schäden schützen. Doch diese Therapie ist in Deutschland bei jedem zweiten der betroffenen zeitgerecht geborenen Kinder nicht wirksam. Privatdozent Dr. Hemmen Sabir fand im Tiermodell heraus, dass dies der Fall ist, wenn das Neugeborene zusätzlich einer Infektion ausgesetzt war. Der Neonatologe will nun am Universitätsklinikum Bonn untersuchen, warum die Kältetherapie dann nicht mehr wirkt und welche alternativen Therapieansätze es gibt.

Der Bonner Neonatologe sieht auch eine hohe globale Relevanz in seiner Forschungsarbeit: Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern sind viele Kinder von einer hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie nach der Geburt betroffen. Dr. Hemmen Sabir sagt:

„Doch die therapeutische Kühlung wird dort nicht eingesetzt, da dort die betroffenen Neugeborenen anders als in Deutschland durch die Therapie eher gefährdet seien, beziehungsweise sogar eher versterben, wie erste Studien gezeigt haben. Die behinderten Kinder und ihre Familien können nicht im dortigen Gesundheitssystem aufgefangenen werden.

Sabir hofft durch seine Forschungsarbeiten Lösungen anbieten zu können, das betroffene Neugeborene erst gar nicht Hirnschäden und damit eine schwere Behinderung erleiden.

Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn via IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Förderung Lebenswissenschaften

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