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Universität des Saarlandes vernetzt internationale Studenten der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik

Die Universität des Saarlandes bietet in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik gleich mehrere internationale Studiengänge an. Das Masterprogramm Amase vernetzt Universitäten in vier europäischen Ländern und lockt Studenten aus der ganzen Welt an. Jeden Sommer kommen die neuen Studenten für eine Integrationswoche nach Saarbrücken.

Vom 24. bis 31. August werden 30 Studentinnen und Studenten aus 15 verschiedenen Ländern wie etwa Kolumbien, Costa Rica, Iran und Russland den Uni-Campus besuchen, sich vernetzen und die Materialforschung an der Universität des Saarlandes kennenlernen.

Neben der Saar-Uni sind am Masterprogramm Amase drei Universitäten in Frankreich, Spanien und Schweden beteiligt. „Jeder Student muss an zwei der vier Partneruniversitäten studieren und dort auch die Landessprache lernen“, sagt Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes, der den Studiengang vor neun Jahren gegründet hat und seitdem leitet. Dies unterscheide den Studiengang von vielen englischsprachigen Austauschprogrammen. „Wir legen großen Wert darauf, dass die Masterstudenten nicht nur fachlich auf einem hohen Niveau ausgebildet werden, sondern auch die kulturellen Unterschiede der Gastländer kennenlernen“, sagt der Materialforscher. Die Studenten etwa aus Lateinamerika oder Asien seien häufig davon überrascht, wie groß die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Europa ist. Während der Integrationswoche sollen sie ein Gefühl dafür bekommen, wo die Unterschiede liegen und welche Umgangsformen in den einzelnen Ländern üblich sind.

„Das Amase-Programm wird von der Europäischen Union gefördert, um außereuropäische Studenten nach Europa zu locken, die sonst eher in die USA gehen würden“, erläutert Professor Mücklich. Die Stipendien der Europäischen Union ersparen den Masterstudenten die Studiengebühren, die in diesem Programm normalerweise erhoben werden. In Saarbrücken werden sie von Mitarbeitern der Europäischen Schule für Materialforschung der Saar-Uni engmaschig betreut. „Wir beraten nicht nur bei allen Studienfragen, sondern klären Visafragen, helfen bei der Wohnungssuche und bieten interkulturelle Trainings an“, sagt Flavio Soldera, der die internationalen Studienprogramme der Saarbrücker Materialwissenschaft koordiniert.

Hintergrund

In der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik der Saar-Uni forschen und lehren derzeit zwölf Professoren. Nur wenige Universitäten in Deutschland weisen einen solchen Schwerpunkt auf. Im bundesweiten CHE-Ranking konnte sich Saarbrücken unter den „Top five“ der deutschen Standorte für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik positionieren. Sowohl bei der Studiensituation insgesamt als auch der Betreuung landete sie in der Spitzengruppe. Studenten können in Saarbrücken zwischen dem nationalen Bachelor- und Masterprogramm, dem internationalen Bachelor-Programm Atlantis, an dem auch die USA beteiligt sind, und den beiden europäischen Masterprogrammen Amase und EEIGM wählen. Alle internationalen Studiengänge werden seit 2008 von der Europäischen Schule für Materialforschung (Eusmat) an der Universität des Saarlandes koordiniert und vermarktet. Auf dem Campus befinden sich außerdem das Fraunhofer Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP), das Institut für Neue Materialien (INM) und das Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik (MECS), die alle eng mit der universitären Forschung vernetzt sind.

Kontakt

Nadine Kreutz
Europäische Schule für Materialforschung (Eusmat)
Tel. +49 681 302-70510
n.kreutz(at)mx.uni-saarland.de

Quelle: Universität des Saarlandes / IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global EU Frankreich Schweden Spanien Themen: Bildung und Hochschulen Physik. u. chem. Techn.

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