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Universität Leipzig verlängert Partnerschaft mit Vanderbilt Universität

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Zusammenarbeit der Universität Leipzig und der Vanderbilt Universität in Nashville (USA) ist für weitere zehn Jahre vertraglich besiegelt worden. Vor wenigen Tagen unterzeichneten die Rektoren beider Universitäten ein entsprechendes Memorandum of Understanding. Die amerikanische Max-Kade-Foundation hat nun einen entsprechenden Förderantrag bewilligt: Auch bis zum Jahr 2021 unterstützt die Stiftung den Austausch mit 50.000 US-Dollar (40.000 Euro) jährlich.

Seit 2006 besteht die Universitätspartnerschaft zwischen der Universität Leipzig und der Vanderbilt University. Beide haben gemeinsame Forschungsinteressen und dadurch zahlreiche exzellente Forschungsergebnisse und Publikationen hervorgebracht. Es gibt einen regen wissenschaftlichen Austausch: Studierende, Doktoranden, wissenschaftlichen Mitarbeiter (Postdocs), und Professoren forschen regelmäßig an der jeweiligen Partnereinrichtung, erlernen neue Methoden und geben wissenschaftliche Kurse. An dem Austausch auf allen akademischen Ebenen haben bisher 46 Studierende, 30 Promovenden, 13 Postdocs und 56 Dozenten beider Universitäten teilgenommen.

Für das Austauschprogramm wurde im Jahr 2012 ein eigenes Förderverfahren ins Leben gerufen: Interessierte Doktoranden können beim Lenkungsausschuss der Vanderbilt-Leipzig-Kollaboration einen "Mikrofinanzierungsantrag" stellen. Wenn der Vorschlag genehmigt wird, umfasst die Förderung in erster Linie Mittel für Reisen und Wohnen. Dieser wissenschaftliche Austausch hat auf allen akademischen Ebenen bis heute insgesamt 33 gemeinsame wissenschaftliche Publikationen hervorgebracht. Weiterhin haben Forscher an der jeweiligen Partneruniversität zehn Lehrmodule unterrichtet, die sich in der Regel über zwei Wochen erstreckten.

Die Forscher in Leipzig und Nashville ergänzen sich auch durch ihre komplementären Methoden, etwa in der Computerbiologie, die an der Vanderbilt Universität auf einem exzellenten Niveau vertreten ist. Die Universität Leipzig wiederum verfügt über ein sehr starkes Profil, beispielsweise in der Biochemie und der NMR-Spektroskopie. "Die Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig verbindet in hervorragender Weise Spitzenforschung, die häufiug in internationalen Forscherverbünden erfolgt, mit internationaler Ausbildung von Studierenden, Doktoranden, und wissenschaftlichen Mitarbeitern", betont der Chemiker Prof. Dr. Jens Meiler von der Vanderbilt Universität, der seit Jahren eng mit Leipziger Forschenden zusammenarbeitet.

Künftig wollen beide Universitäten eine gemeinsame Graduiertenausbildung ins Leben rufen. Durch die turnusmäßigen Lehrmodule an den Partnereinrichtungen wird das Potenzial für den Studierendenaustausch stark zunehmen. Mit der aktuellen Förderzusage durch die Max-Kade-Foundation kann jedes Jahr für bis zu acht Studierende sowie zwei Wissenschaftler ein Aufenthalt an der jeweiligen Partnereinrichtung finanziert werden. "Unser Ziel ist nicht nur die Vertiefung der Beziehungen und eine erhöhte Frequenz des Austausches auf allen Ebenen, sondern auch die Etablierung gemeinsamer Verbundprojekte wie beispielsweise eines Internationalen Graduiertenkollegs", erklärt Projektleiterin Beck-Sickinger von der Universität Leipzig. Mittelfristig werde die Einführung eines gemeinsamen Doktorgrades beider Universitäten angestrebt. Die Universität Leipzig unterstützt die Kooperation, in dem sie eine halbe Koordinationsstelle von April 2018 bis Ende 2021 finanziert.

Quelle: Universität Leipzig / IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Bildung und Hochschulen Förderung

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