StartseiteAktuellesNachrichtenUS-Haushaltsentwurf 2022: Mehr Mittel für Forschung und Entwicklung

US-Haushaltsentwurf 2022: Mehr Mittel für Forschung und Entwicklung

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Am 28. Mai übergab Präsident Biden seinen ersten Haushaltsentwurf an den US-Kongress. Dieser sieht deutliche Erhöhungen für die zivile Forschung vor. Die Forschungsmittel des Verteidigungsministeriums sollen hingegen gekürzt werden.

US-Präsident Joe Biden, hat dem Kongress nach Veröffentlichung eines Haushaltsvorschlags Anfang April in Form einer 58 Seiten langen Prioritätenliste nun den detaillierten Budgetantrag für das am 1. Oktober beginnende Fiskaljahr 2022 vorgelegt. Dieser spiegelt die im Vorschlag priorisierte Stärkung der zivilen Forschung und Entwicklung (FuE) wider und spricht von einer historischen Erhöhung der entsprechenden Mittel. So sollen sich nach Plänen des Präsidenten die bundestaatlichen FuE-Ausgaben auf insgesamt 171 Milliarden US-Dollar belaufen; ein Anstieg um neun Prozent (13,5 Mrd. USD) im Vergleich zum Vorjahr. Dies beinhaltet eine Erhöhung der Mittel für die Grundlagenforschung um 10 Prozent auf 47,4 Milliarden USD und um 14 Prozent auf 51,1 Milliarden USD für die angewandte Forschung.

Im Bereich der militärischen Forschung sind hingegen Kürzungen vorgesehen. So sieht der Entwurf vor, das Budget des Verteidigungsministeriums im Bereich der Grundlagenforschung um 11 Prozent zu reduzieren und dem Ministerium 16 Prozent weniger zur Förderung der angewandten Forschung bereitzustellen.

Der Vorschlag liegt dem US-Kongress nun zur Überarbeitung vor, der final über die Vergabe der Mittel für das kommende Haushaltsjahr entscheiden wird. Inwieweit dabei dem Entwurf des Präsidenten gefolgt wird, bleibt abzuwarten. In den vergangenen Jahren ist der Kongress den Vorschlägen der Vorgängerregierung – etwa zur Streichung von FuE-Mittel – regelmäßig nicht nachgekommen.

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Quelle: Science Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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