StartseiteAktuellesNachrichtenUS-Regierung beschließt Hilfspaket und Fördermittel für Erforschung von COVID-19

US-Regierung beschließt Hilfspaket und Fördermittel für Erforschung von COVID-19

Berichterstattung weltweit

Das Hilfspaket in Höhe von 2 Billionen US-Dollar sieht Unterstützungen und Fördergelder in Milliardenhöhe für US-amerikanische Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor.

Ende März hat US-Präsident Donald Trump das vom Kongress vorgelegte Hilfspaket in Höhe von 2 Billionen US-Dollar unterzeichnet. Neben zahlreichen wirtschaftlichen Unterstützungsleistungen werden damit auch mehrere Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung (FuE) im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und der Erkrankung COVID-19 bereitgestellt.

So sollen die National Institutes of Health (NIH) insgesamt 945 Mio. US-Dollar erhalten, um neue Impfstoffe, Therapien und Diagnoseverfahren zu entwickeln und die mit COVID-19 einhergehenden Risiken für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen zu erforschen. Mit 415 Mio. US-Dollar soll das Verteidigungsministerium FuE-Vorhaben zur Entwicklung von Impfstoffen, antiviralen Medikamenten und diagnostischen Tests durchführen. Die National Science Foundation (NSF) erhält 75 Mio. US-Dollar für Forschungsvorhaben, die sich mit Maßnahmen für die Prävention, Vorsorge und Behandlung von Coronaviren befassen. Weitere 99,5 Mio. US-Dollar gehen an das Wissenschaftsbüro des Energieministeriums (DOE Office of Science), um Kosten für den Betrieb von Forschungsinfrastruktur sowie für Ausrüstung und Personal zu decken.

Darüber hinaus werden weitere Finanzmittel für wissenschaftliche Einrichtungen wie die NASA, die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und das National Institute of Standards and Technology (NIST) bereitgestellt. Dabei geht es sowohl um die Fortführung des regulären Forschungsbetriebs als auch um neue Forschungsvorhaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Der Hochschulsektor soll mit insgesamt 14,24 Mrd. US-Dollar gestützt werden. Wie das Magazin "Science" berichtet, sei mindestens die Hälfte der Mittel zur Unterstützung von Studierenden vorgesehen. Der Rest solle dazu genutzt werden, die unmittelbaren Auswirkungen des Coronavirus auf Bildungseinrichtungen abzumildern. Dem American Institute of Physics zufolge werde die Hilfe allerdings als deutlich unzureichend empfunden. Mehrere Hochschulverbände hätten den Kongress aufgefordert, etwa 50 Milliarden Dollar an Soforthilfe und weitere 13 Milliarden Dollar zur Deckung der Kosten im Zusammenhang mit unterbrochenen Forschungsvorhaben bereitzustellen.

Zum Nachlesen

Quelle: Sciencemag / Chemical & Engineering News / American Institute of Physics / CONGRESS.GOV Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Bildung und Hochschulen Förderung Lebenswissenschaften Strategie und Rahmenbedingungen

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© Adobe Stock / Mike Fouque

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