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Zwölftes Treffen der deutsch-russischen Arbeitsgruppe Berufsbildung

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Am 27. und 28. Juni traf sich zum 12. Mal die deutsch-russische Arbeitsgruppe Berufsbildung. In Anwesenheit der Generaldirektorin für Berufsbildung im russischen Bildungsministerium, Dr. Inna Chernuskutova, und des Unterabteilungsleiters im BMBF, Frithjof A. Männel, stellten russische und deutsche Partner vielfältige Aktivitäten zur Neuorientierung der Berufsbildung vor.

Die deutsch-russische Zusammenarbeit in der Berufsbildung zeigt Erfolge in der Einführung von Elementen des dualen Aus- und Weiterbildungssystems. Eindrucksvoll sind die Fortschritte in Russland insbesondere in den Bereichen Maschinenbau, Energie- und Kraftfahrzeugsektor. Zurzeit werden an die 40.000 junge Leute in 50 Profilberufen dual ausgebildet. Im thematischen Fokus stehen zudem: der Ausbau nachhaltiger Strukturen, die Durchführung unabhängiger Prüfungen, Sicherung der Qualität, Einbindung von kleinen und mittelständischen Unternehmen und vor allem auch die Digitalisierung in der Berufsbildung. Die Agentur für Strategische Initiativen (ASI) bietet hier die Rahmenbedingungen für die Vernetzung der russischen Partner. Zu Beginn der AG stellte Abteilungsleiterin Julia Khanzhina die sogenannten „Boiling Points“ der Agentur vor. In diesen regionalen Treffpunkten für Projekte, Aktionen, Seminare bietet die ASI die Rahmenbedingungen für Workshops u.a. zu aktuellen Themen, wie der Fachkräftesicherung. Künftig bietet sich hier auch deutschen Partnern die Möglichkeit, sich vor Ort zu vernetzen und lokale Akteurinnen und Akteure besser kennenzulernen.

Des Weiteren stellte die Agentur für die Entwicklung von Qualifikationen (NARK) das gemeinsame Friseurprojekt vor. Der russischen Fachverband „Frisur/Schönheit“ und die NARK führen dieses Projekt zusammen mit der deutschen Arbeitgeberseite im Friseurhandwerk und GOVET - Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation - durch. Hauptsächlich geht es um die gemeinsame Erarbeitung einer Demonstrationsprüfung für das zweite Ausbildungslehrjahr auf der deutschen und russischen Seite. So sollen im Herbst jeweils fünf Auszubildende beider Nationalitäten an der Prüfung teilnehmen. Die Berufsverbände wollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Prüfungsabläufen herausarbeiten. Die Resultate wollen beide Seiten nutzen, um ihre Regelwerke zu überarbeiten.

Zudem wird zusammen mit dem Deutsch-Russischen Jugendaustausch (DRJA) ein Fachtag "Beruflicher Austausch mit Russland" am 2. November 2018 in Berlin stattfinden. Berufsschulen und Unternehmen sollen in beiden Ländern ermutigt werden, den Austausch von Personal und gerade jungen Auszubildenden zu fördern.

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Russland Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Berufs- und Weiterbildung

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