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Strategiepapier der Bundesregierung zur internationalen Berufsbildungszusammenarbeit aus einer Hand

Erscheinungsdatum: 05.07.13 Strategiedokumente

Die Bundesregierung arbeitet bei der Berufsbildung mit zahlreichen Partnerländern in der Europäischen Union und einer Reihe von weiteren Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern zusammen.

Viele, auch europäische Partnerländer, interessieren sich für die deutschen Erfahrungen in der berufsbezogenen Ausbildung und für deutsches Know-how.

Dem Dualen System der Berufsbildung wird zugeschrieben, wesentlich zur bedarfsgerechten Qualifizierung von Fachkräften beizutragen, in dem es schulisches mit betrieblichem Lernen verbindet. Damit ist es ein wichtiger Faktor für die nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit insbesondere der jüngeren Generation. Auch die deutsche Wirtschaft im In- und Ausland braucht immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte.

Die aktuelle Dynamik in der internationalen Berufsbildungskooperation führt auch bei den deutschen Akteuren zu neuen Entwicklungen. Die deutsche internationale Berufsbildungszusammenarbeit berührt die Bildungs-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Migrations-, Außen- und Entwicklungspolitik. Sie bildet zahlreiche Schnittstellen zwischen den Ressorts, Institutionen und jenen Organisationen, die in Verantwortung der jeweiligen Ministerien handeln.

Die Federführung bei der internationaler Berufsbildungskooperation liegt, je nach Kontext der Partnerländer, im BMBF (Kooperation mit OECD-, BRICS- und Schwellenländern) bzw. im BMZ (Kooperation im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit).

Darüber hinaus entwickeln einige Fachressorts Berufsbildungsaktivitäten in ihren Zuständigkeiten, wie etwa in der Gesundheitspolitik und in der Arbeitsmarktpolitik. In organisatorischer Hinsicht sind im Ausland neben den Auslandshandelskammern (AHK) auch die Auslandsvertretungen stärker mit Anfragen zur beruflichen Bildung konfrontiert. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH sowie die KfW Entwicklungsbank sind zuständig für die bilateralen Kooperationsvorhaben der Berufsbildung in der deutschen Entwicklungspolitik im Auftrag des BMZ und anderer Ressorts.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) kommt einem ansteigenden Bedarf an Systemberatung im Ausland nach. Infolgedessen hat das BIBB als Kompetenzzentrum für berufliche Aus- und Weiterbildung die Internationalisierung als strategisches Institutsziel aufgenommen.

Diese Entwicklungen legen es nahe, die vorhandenen Abstimmungsmechanismen der beteiligten deutschen Akteure strategisch abzustimmen und weiterzuentwickeln.

Die internationale Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung stützt sich auf deutscher Seite auf die nationale Berufsbildungspolitik und -praxis und den aktuellen Stand der Berufsbildungsforschung (beides Kernbereiche der Bildungspolitik auf föderaler Ebene). Sie beruht zudem auf den nationalen Zielen in der Entwicklungspolitik und auf internationalen Vereinbarungen (wie beispielsweise die Millennium Development Goals), sowie auf vielfältigen Praxiserfahrungen und Beratungs-Know-how.

Darauf aufbauend beschreibt und nennt das vorliegende Strategiepapier Ziele, Instrumente und Partner der Bundesregierung für die internationale Berufsbildungszusammenarbeit. Es skizziert die Funktionsweise des „Runden Tisches“ als Abstimmungsmechanismus zwischen allen relevanten Akteuren. Die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation im BIBB ist eine zentrale Anlaufstelle für Fragen der internationalen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung und gemeinsam mit weiteren Einrichtungen ein Motor dieser Zusammenarbeit.

Quelle: Deutscher Bundestag Redaktion: von Frida Salge Länder / Organisationen: Deutschland Global Themen: Berufs- und Weiterbildung Fachkräfte Infrastruktur

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