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Förderung von weiteren 24 französischen Graduiertenschulen

Berichterstattung weltweit

Frankreich investiert 109 Millionen Euro in weitere 24 Graduiertenschulen, in denen der wissenschaftliche Nachwuchs in einem größeren Verbund rund um ein Forschungsthema ausgebildet wird. Die beteiligten Hochschul- und Forschungseinrichtungen wollen so international sichtbarer werden.

Wie das französische Ministerium für Hochschulbildung, Forschung und Innovation MESRI (Ministère de l’enseignement supérieur, de la recherche et de l’innovation) mitteilte, werden im Rahmen der Ausschreibung „Universitäre Forschungsschulen“ (Écoles universitaires de recherche, EUR) für die kommenden zehn Jahre an 16 Hochschulen bzw. Hochschulzusammenschlüssen 24 Graduiertenschulen mit insgesamt 109 Millionen Euro gefördert. Sie verknüpfen die Masterausbildung eng mit Forschung und Doktorandenausbildung, um die Studierenden früh dafür zu interessieren. Für eine Förderung müssen die Graduiertenschulen zudem intensiv mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen kooperieren, international orientiert sein und möglichst mit Wirtschaftspartnern zusammen arbeiten.

Es handelt sich bereits um die zweite Ausschreibungsrunde für „Universitäre Forschungsschulen“ und sie richtete sich ausschließlich an Hochschulen, die keine Standortförderung („Idex“ oder „ISITE“) im Rahmen der französischen Exzellenzinitiative erhalten. 81 Projekte hatten sich beworben, die von einer internationalen Jury unter Vorsitz von Sir Malcom Grant (National Health Service, GB) geprüft wurden. Auch drei deutsche Wissenschaftler/-innen waren beteiligt. Die ausgewählten 24 Projekte erhalten mit insgesamt 109 Millionen Euro deutlich weniger Mittel als die in der ersten Forschungsschulen-Ausschreibung ausgewählten 29 Graduiertenschulen, die 216 Millionen Euro Förderung bekommen. Die Förderung soll vor allem für zusätzliches wissenschaftliches Personal, Ausstattung, Promotionsfinanzierungen sowie Masterstipendien eingesetzt werden. Die Agentur für Forschungsförderung ANR (Agence nationale de la recherche) kündigte noch für dieses Jahr eine weitere Ausschreibungsrunde speziell für Hochschulen mit „Idex“- oder „ISITE“-Förderung an.

Zu den geförderten Themen gehören beispielsweise Krebsforschung an der Universität Fédérale Toulouse Midi-Pyrénées (CARE), Frankophonie und Plurilinguismus an der Universität Paris Est Créteil (PluFraPoLa) oder Cybersicherheit an der Universität Rennes 1 (CyberSchool). Der Hochschulzusammenschluss Universität Fédérale Toulouse Midi-Pyrénées ist mit fünf Graduiertenschulen erfolgreichster Antragssteller der zweiten Ausschreibungsrunde. Toulouse war 2018 aus der Idex-Förderung gefallen. Die Ingenieurhochschule Polytechnique wiederum war 2017 aus dem „Universität Saclay“-Projekt und der damit verbundenen Exzellenzförderung ausgestiegen. Sie war nun mit drei Graduiertenschulen erfolgreich.

Bisher ist die Doktorandenausbildung in Frankreich vor allem in fachübergreifenden, großen Doktorandenschulen (Écoles doctorales, ED) organisiert, in die sich alle Doktorandinnen und Doktoranden verpflichtend einschreiben müssen.

Zum Nachlesen (Französisch)

Quelle: MESRI, ANR Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Bildung und Hochschulen Förderung

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