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Gerda Henkel Stiftung hat 2019 Forschung mit 18,2 Millionen Euro gefördert

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Gerda Henkel Stiftung hat 2019 gut 18,2 Millionen Euro für Forschung weltweit zur Verfügung gestellt. Das sind 2,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. 360 Vorhaben aus 44 Ländern – von Ägypten bis Vietnam – fanden Aufnahme in die Förderung. Nun stellt der neue Jahresbericht ausgewählte Forschungsprojekte und ihre Akteure vor. Darunter: Die Rettung von Wandgemälden äthiopischer Kirchen und eine Untersuchung zu den bibeltreuen evangelikalen Colleges der USA.

Einige der frühsten und bedeutendsten Beispiele kirchlicher Kunst Äthiopiens finden sich in der Region Tigray im Norden des Landes. Ihre Ikonographie wirkte prägend auf die nationale Identität. Doch auch trotz ihrer einzigartigen Wandgemälde sind die über hundert, vorwiegend als Felskirchen konzipierten, Gotteshäuser von Tigray außerhalb Äthiopiens weitgehend unbekannt. Steinschläge und ungünstige Wetterbedingungen setzen den Kunstwerken im Kircheninneren zu. Fast ein Fünftel der Wandgemälde gingen so in den vergangenen fünfzig Jahren bereits verloren. Zwei besonders bedrohte Gemälde der Region, aus dem 17. und 18. Jahrhundert, stehen im Zentrum eines äthiopisch-britischen Konservierungsprojekts des Ethiopian Hertitage Fund. Die Gerda Henkel Stiftung hat die Forschergruppe mit der Kamera begleiten lassen. Entstanden ist eine Filmdokumentation über die Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen.

Die Bedeutung konservativ-protestantischer Kreise in den USA ist ein öffentlich und zunehmend auch wissenschaftlich diskutiertes Thema. Mit den evangelikalen Colleges haben sich ihre Vertreter eigene Hochschulen geschaffen. Um sich zu akkreditieren und gesellschaftliche Akzeptanz zu finden, begannen diese Hochschulen in den 1940er Jahren, neue Inhalte und Abschlüsse zu entwickeln. Dennoch gilt für evangelikale Colleges weiterhin der Grundsatz, auf der Basis eines wörtlichen Bibelverständnisses zu lehren und zu forschen. Was daraus insbesondere für die Psychologie und Lebenswissenschaften folgt, ist Gegenstand eines Forschungsprojekts unter Leitung von Dr. Stefanie Coché (Justus-Liebig-Universität Gießen). Auf der Grundlage von Akkreditierungsakten, Jahresberichten, Protokollen und Zulassungen untersucht die Forschergruppe diese Studiengänge in ihrer Etablierung und Hochschulpraxis.

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Quelle: Gerda Henkel Stiftung via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Äthiopien USA Global Themen: Förderung Geistes- und Sozialwiss.

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