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Stipendienprogramm des DAAD "Leadership for Africa" erfolgreich gestartet

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Mit "Leadership for Africa" ermöglicht der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) jungen Talenten aus afrikanischen Ländern mit hohen Flüchtlingszahlen ein Masterstudium in Deutschland. Aktuell fand die erste Auswahl von 51 Stipendiatinnen und Stipendiaten in Kooperation mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) statt. Das Auswärtige Amt fördert das Programm mit rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr.

Beworben hatten sich 510 interessierte junge Menschen, davon 109 anerkannte Flüchtlinge. Im Auswahlverfahren wurden nun die ersten 51 Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt: Ab dem kommenden Wintersemester starten 19 Flüchtlinge und 32 weitere Bachelorabsolventen aus Äthiopien, Kenia, Uganda und dem Sudan an einer deutschen Hochschule. Auf Grund der Corona-Pandemie fanden alle Auswahlgespräche digital statt – zum Teil mit technisch schwierigen Schaltungen direkt in Flüchtlingscamps des UNHCR. Neben Flüchtlingen mit Bachelor-Abschluss, die in Äthiopien, Kenia, Uganda und dem Sudan offiziell anerkannt sind, steht das Programm auch einheimischen Graduierten aus den vier Ländern offen.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten ein Stipendium zur Finanzierung ihres Masterstudiums an einer deutschen Hochschule. Der DAAD unterstützt sie zudem bei der Suche nach dem passenden Studiengang und beim Einschreibeprozess. Darüber hinaus umfasst das Programm ein vielfältiges Begleitprogramm mit Kursen zu Demokratieverständnis, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung.

Ziel von "Leadership for Africa" ist es, die Berufschancen der Stipendiatinnen und Stipendiaten durch einen deutschen Masterabschluss und die Kompetenz aus dem Begleitprogramm zu erhöhen und ihnen eine erfolgreiche und gesellschaftlich relevante berufliche Entwicklung in ihrem Heimatland oder einem anderen Land zu ermöglichen. Beratungen zum Programm bietet auch die regionale DAAD-Außenstelle in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an.

Katharina Lumpp, UNHCR-Vertreterin in Deutschland, betonte die Bedeutung solcher Programme:

"Bildung ist für viele junge Flüchtlinge der Schlüssel zu einer besseren Zukunft. Doch nur drei Prozent von ihnen haben weltweit überhaupt die Möglichkeit, eine Universität zu besuchen. Programme, die diesen jungen Talenten Chancen eröffnen, sind angesichts vieler unterbrochener Bildungswege wegen der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Deutschland ist seit Jahrzehnten Vorreiter solcher Bildungsinitiativen für Flüchtlinge - ein Engagement, das UNHCR begrüßt und unterstützt."

Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Äthiopien Kenia Region Ostafrika Uganda Themen: Bildung und Hochschulen Förderung

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