StartseiteFörderungProjekteDEFEAT-PFAS: Detektion, Quantifizierung und Entfernung von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Grundwasser, Teilprojekt 1 (Deutsch-Israelische Wassertechnologie-Kooperation)

DEFEAT-PFAS: Detektion, Quantifizierung und Entfernung von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Grundwasser, Teilprojekt 1 (Deutsch-Israelische Wassertechnologie-Kooperation)

Laufzeit: 01.10.2022 - 30.09.2025 Förderkennzeichen: 02WIL1660A
Koordinator: Universität Duisburg-Essen - Fakultät für Ingenieurwissenschaften - Abt. Maschinenbau und Verfahrenstechnik - Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik / Wassertechnik

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind synthetische, persistente und toxische organische Schadstoffe aus anthropogenen Quellen, die aufgrund ihrer trägen chemischen Stabilität und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen den Abbau durch Hitze oder Säuren in verschiedenen Produkten und Industrien in großem Umfang verwendet werden. Ultrakurze PFAS können natürliche und anthropogene Barrieren durchdringen und schließlich in Trinkwasserquellen gelangen. Die meisten gängigen Trinkwasseraufbereitungsverfahren entfernen sie nicht ausreichend. Daher gibt es eine Wissenslücke bei der Erkennung und Entfernung von kurz- und ultrakurzkettigen PFAS. DEFEAT-PFAS verfolgt das Ziel, Wissenslücken über Nachweis, Quantifizierung und Entfernung von PFAS, insbesondere in Bezug auf kurz- (C4-C7) und ultrakurzkettige (C1-C3) PFAS, in kontaminiertem Grundwasser schließen. DEFEAT-PFAS ist ein Verbundprojekt zwischen Forschern der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU). Als Teilvorhaben in DEFEAT-PFAS verfolgt DEFEAT-PFAS-Treat insbesondere das Ziel der Entfernung der PFAS aus dem Umweltkreislauf mittels dem neuartigen Membranverfahren CCRO (Umkehrosmose im Batchbetrieb mit geschlossenem Kreislauf) sowie der Behandlung der entstehenden Konzentrate mittels speziellen Koagulations-/Fällungsmitteln (PerfluorAd®) und magnetisierter Pulverkohle (MPAC). Auf diese Weise sollen die PFAS durch Anlagerung an Feststoffe aus dem Wasserkreislauf entnommen werden. Eine weitergehende Entwässerung des entstehenden Schlamms soll überprüfen, ob eine Rückführung des hierbei produzierten Wasssers möglich ist, ohne die Effinzienz des Gesamt Prozesses zu beeinträchtigen. Die anschließend erforderliche Verbrennung des Schlamms kann mit herkömmlichen Technologien erfolgen und ist nicht Gegenstand von DEFEAT-PFAS.

Verbund: DEFEAT-PFAS Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Israel Themen: Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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