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Universität Bayreuth erhält neue Zukunftswerkstatt für die Afrikaforschung

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Universität Bayreuth erhält ein Gebäude für ein neues „Forschungszentrum Gesellschaft, Technik und Ökologie in Afrika (FZA)“. Dies gab das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst am 10. Mai bekannt, nachdem sich der Wissenschaftsrat für eine Förderung ausgesprochen hatte. Auf der Grundlage der Empfehlung des Wissenschaftsrats wird die abschließende Entscheidung durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern getroffen.

Der Forschungsbau umfasst eine Fläche von 2.500 Quadratmetern, die Gesamtkosten in Höhe von 23,2 Mio. Euro werden jeweils zur Hälfte vom Freistaat Bayern und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übernommen. Der Neubau soll in der Zeit von 2020 bis 2024 geplant und auf dem zentralen Campus der Universität Bayreuth errichtet werden.

Das neue Forschungszentrum soll im Sinne eines Think Tanks anspruchsvolle inter- und transdisziplinäre Ansätze der Afrikaforschung vorantreiben. Es wird dabei mit internationalen Partnern kooperieren, um gemeinsam Lösungen für soziale, politische und ökologische Herausforderungen zu entwickeln. Die Basis bildet hierfür die herausragende Qualität und fachliche Breite der Afrikaforschung, die im Institut für Afrikastudien (IAS) gebündelt ist und mit ihrer weltweiten Vernetzung seit mehr als vier Jahrzehnten ein Profilfeld der Universität Bayreuth darstellt.

Dem heutigen Erfolg ist ein höchst anspruchsvolles, vom Wissenschaftsrat koordiniertes Begutachtungsverfahren in der von Bund und Ländern getragenen Förderlinie „Forschungsbauten und Großgeräte“ vorangegangen. Eine zentrale Voraussetzung für den positiven Förderentscheid war, dass sich die geplanten Forschungsarbeiten durch eine exzellente wissenschaftliche Qualität auszeichnen.

Ein zentraler Baustein für das gemeinsame Forschen im FZA ist das Konzept des „Open Creative Lab“. Dabei werden an die Mitglieder neuer Forschungsprojekte flexibel Arbeitsräume vergeben. Die offene räumliche Organisation dient der intensiven Kommunikation zwischen den Projektgruppen, aber auch der Darstellung für die interessierte Öffentlichkeit. Darüber hinaus werden „Study rooms“ geschaffen, um einzelnen Forschenden Rückzugsräume für intensive Studien zu ermöglichen.

Bereits seit Jahresbeginn 2019 wird an der Universität Bayreuth der Exzellenzcluster „Africa multiple“ aus der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert. Die Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS), die 2007 mit einer Förderung aus der Exzellenzinitiative startete, hat sich zu einem Leuchtturm der internationalen Nachwuchsförderung entwickelt und ist nun in den Exzellenzcluster integriert. 2012 nahm die vom BMBF geförderte Bayreuth Academy of Advanced African Studies ihre Forschungsarbeit zum Thema „Zukunft Afrika – Visionen im Umbruch“ auf. Das gemeinsame Dach dieser und weiterer Einrichtungen, insbesondere auch des Iwalewahauses, ist das Institut für Afrikastudien (IAS) der Universität Bayreuth.

Quelle: Universität Bayreuth via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Ägypten Algerien Angola Benin Burkina Faso Côte d'Ivoire Gambia Ghana Kamerun Kenia Libyen Mali Marokko Namibia Niger Nigeria Region Ostafrika Region südliches Afrika Region Westafrika Ruanda Senegal Somalia Südafrika Tansania Togo Tunesien Zentralafrikanische Republik Themen: Bildung und Hochschulen Förderung

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