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Bevölkerung und Geografie

Ländername

Republik Ghana

Ghana

Fläche

238.537 km²

Bevölkerungszahl

27,4 Mio. (Schätzung 2015)

Lebenserwartung

Gesamt: 61, 5

Männer: 60,5

Frauen: 62,5 Jahre

(Schätzung 2015)

Altersstruktur (Schätzung 2014)

0-14: 38,0%

15-64: 57,7%

65 und älter: 4,3%

(Schätzung 2017)

Bevölkerungswachstum (Schätzung 2014)

2,2%

(Schätzung 2017)

Bevölkerungsgruppen

  • Akan 47,5%
  • Mole-Dagbon 16,6%
  • Ewe 13,9%
  • Ga-Dangme 7,4%
  • Gurma 5,7%
  • Guan 3,7%
  • Grusi 2,5%
  • Mande 1,1%
  • Andere 1,4%

(Schätzung 2010)

Sprachen

  • Englisch (Amtssprache)
  • Asante 16%
  • Ewe 14%
  • Fante 11,6%
  • Boron (Brong) 4,9%
  • Dagomba 4,4%
  • Dangme 4,2%
  • Dagarte (Dagaba) 3,9%
  • Kokomba 3,5%
  • Akyem 3,2%
  • Ga 3,1%
  • Andere Akan- und Stammessprachen (u.a. Twi, Akuapi etc) 31,2%

(Schätzung 2010)

Religionen

Christen 71,2% (Pfingstbewegung / Charismatische Bewegung 28,3%, Protestanten 18,4%, Katholiken 13,1%, andere 11,4%)

 

Muslime (Sunniten, Ahmadiyya, Schiiten und andere) 17,6%

 

Traditionelle (Stammesreligionen & Animisten) 5,2%

 

Andere 0,8%

 

Keine 5,2%

 

(Schätzung 2010)

Zeitzone

UTC±0

Währung

1 Ghana-Cedi (GHS) / 100 Pesewas

Vorwahl

+233

Nationalfeiertag

6. März

Unabhängigkeitstag

6. März 1957 (Unabhängigkeit der britischen Kronkolonie Goldküste von britischer Kolonialherrschaft unter dem Namen Ghana)

Quellen: Auswärtiges Amt, Germany Trade and Invest (GTAI), Government of Ghana, United Nations Development Programme: Human Development Report 2016, Country Profile Ghana, CIA World Fact Book, Weltbank 

 

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Ghana ist ein westafrikanischer Staat, der an die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Togo grenzt, sowie im Süden an den Golf von Guinea, der Teil des Atlantischen Ozeans ist. Die Hauptstadt und größte Stadt Ghanas ist Accra mit über zwei Millionen Einwohnern, die zweite Millionenstadt des Landes ist Kumasi. Ghana, damals noch Goldküste genannt, erlangte am 6. März 1957 die Unabhängigkeit von Großbritannien.

Ghana ist ein Vielvölkerstaat und regional stark von den verschiedenen Ethnien geprägt.  Die größten ethnischen Gruppen bilden die hauptsächlich in Zentralghana lebenden Asante (Ashanti) und die in den Küstenregionen lebenden Fante (Fanti).

Ghana ist aufgrund seiner im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern guten Wirtschaftslage auch Einwanderungsland, hauptsächlich für Migranten und Flüchtlinge aus Nachbarstaaten. Auch der weltweite Tourismus gewinnt in Ghana zunehmend an Bedeutung.

Die Amtssprache Ghanas ist Englisch, Französisch nimmt als Fremdsprache jedoch einen wichtigen Stellenwert ein, da das Land von frankophonen Ländern umgeben ist. Laut einer Erhebung im Jahr 2015 lernen etwa 2.000 Personen in Ghana Deutsch.

Politik und Administration

Ländername

Republik Ghana / Republic of Ghana

Hauptstadt

Accra

Staatsform / Regierungsform

Republik / Präsidentielle Demokratie

Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef

Premierminister Nana Addo Dankwa Akufo-Addo (Amtsantritt: 7. Januar 2017)

Vertreter

Dr. Mahamudu Bawumia (Vizepräsident seit Januar 2017)

Außenminister/in

Shirley Ayorkor Botchwey (Außenministerin seit Januar 2017)

Bildungsminister/in

Dr. Matthew Opoku Prempeh (Bildungsminister seit Januar 2017)

Forschungs- oder Wissenschaftsminister/in

Kwabena Frimpong-Boateng (Minister für Umwelt, Wissenschaft, Technologie & Innovation seit 2017)

Parlament

Einkammerparlament; 275 Sitze; Vorsitzender: Aaron Mike Oquaye (seit Januar 2017)

Regierungsparteien

New Patriotic Party (NPP) (169 Sitze)

Oppositionsparteien

National Democratic Congress (NDC) (106 Sitze)

Verwaltungsstruktur

10 Regionen mit Regionalministern, 213 Distrikte mit "District Chief Executives" und "District Assemblies"

Quellen: Auswärtiges Amt, Ghana Government, World Bank Ghana Economic Update

 

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Politisches System

Die Republik Ghana ist eine Präsidialdemokratie und basiert auf der Verfassung aus dem Jahr 1992. Der Präsident, zugleich Regierungschef, wird direkt von der ghanaischen Bevölkerung für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Ghana ist in zehn Regionen aufgeteilt, die von den jeweiligen Regionalministern verwaltet werden. Diese bestehen wiederum aus insgesamt 213 Distrikten, die jeweils von sogenannten District Chief Executives bzw. Municipality Chief Executives und den District Assemblies verwaltet werden. Diese werden vom Präsidenten ernannt.

Die Legislative des Landes ist unabhängig, Justizminister und Generalstaatsanwalt sind im Amt des Attorney General verbunden.

Regierung, Parteienland und Opposition

Ghana gilt als eine der stabilsten Demokratien in Afrika. Die letzten Präsidentschaftswahlen fanden am 7. Dezember 2016 statt und verliefen friedlich. Hier konnte sich der Kandidat der New Patriotic Party (NPP), Nana Addo Dankwa Akufo-Addo, mit 53,8% der Stimmen gegen den vorherigen Amtsinhaber John Dramani Mahama (NDC) durchsetzen. Seine Partei (NPP) besitzt die absolute Mehrheit im Parlament. Die Opposition bildet die Partei National Democratic Congress (NDC); weitere Parteien sind nicht im Parlament vertreten.

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Wirtschaftsinformation

Die wirtschaftliche Situation Ghanas hat sich in den letzten Jahrzehnten stetig verbessert, was insbesondere auf die zunehmend stabilere politische Situation des Landes zurückzuführen ist. Zudem besitzt Ghana einen großen Reichtum an natürlichen Ressourcen und Bodenschätzen, wie Gold, Erdöl oder Kakao, durch die das Land weltweit Handelspartnerschaften aufbauen konnte. Ghana wurde von der Weltbank als Land mit niedrigem mittlerem Einkommen eingestuft. Nach einem starken Wirtschaftsaufschwung zu Beginn der 2000er Jahre, hatte das Land in den letzten Jahren niedrigere Wachstumsraten zu verzeichnen. Dies war u.a. bedingt durch Schwierigkeiten bei der Ölförderung. Für das 2018 wird ein Wirtschaftswachstum von 8% prognostiziert, sollte sich die Ölförderung stabilisieren und auch die Situation der anderen Wirtschaftszweige verbessern. Die Haupt-Exportgüter des Landes sind Erdöl, Gold,  Kakao, Nüsse, Holz und Manganerz. Hauptabnehmerländer Ghanas sind die Schweiz, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Vietnam, Niederlande und Burkina Faso. Wichtigste Einfuhrgüter sind Autos und Lieferwägen, Reis, Zement und gefrorener Fisch. Als wichtigste Handelspartner bei der Einfuhr von Waren gelten China, das Vereinigte Königreich, USA, Belgien, Indien, Deutschland, Frankreich, Südafrika und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Weitere ausführliche Wirtschaftsdaten sind in der Reihe „Wirtschaftsdaten kompakt“ von Germany Trade and Invest (GTAI) zu finden.

Quellen: Auswärtiges Amt, Germany Trade and Invest, Weltbank

 

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