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Bevölkerung/Geografie

Ländername

Republik Südafrika

Republic of South Africa

Fläche

1.219.090 km²

(3,4 mal so groß wie Deutschland)

Bevölkerungszahl

55,4 Millionen (Schätzung 2018)

Lebenserwartung

Männer: 62,7 Jahre

Frauen: 65,6 Jahre

(Schätzung 2018)

Altersstruktur

0-14 Jahre: 28 %

15-64 Jahre: 66 %

über 65 Jahre: 6 %

(Schätzung 2018)

Bevölkerungswachstum

0,97 % (Schätzung 2018)

Bevölkerungsgruppen

  • Schwarzafrikaner 80,9%,
  • Farbige 8,8%,
  • Weiße 7,8%,
  • Indier und Asiaten 2,5%

(Schätzung 2018)

Der Begriff "farbig" wird in Südafrika offiziell für Menschen mit gemischter Herkunft verwendet.

Sprachen

11 offizielle Landessprachen:

  • isiZulu (24,7 %),
  • isiXhosa (15,6 %),
  • Afrikaans (12,1 %),
  • Sepedi (9,8 %),
  • Setswana (8,9 %),
  • English (8,4 %),
  • Sesotho (8 %),
  • Xitsonga (4 %),
  • Siswati (2,6 %),
  • Tshivenda (2,5 %),
  • isiNdebele (1,6 %).
  • andere (u.a. Khoi, Nama und San Sprachen) 1,9 %

(Schätzung 2017)

Religionen

  • Christen 86 %,
  • traditionelle afrikanische Religionen 5,4 %,
  • Muslime 1,9 %,
  • andere 1,5%,
  • keine genauen Angaben 5,2 %

(Schätzung 2015)

Nationaltag

27. April 1994 (Freedom Day, Tag der ersten freien Wahlen)

Zeitzone

MEZ + 1 (UTC + 2);

Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Südafrika.

Währung

1 Südafrikanischer Rand ZAR = 100 Cents

 

Aktueller Wechselkurs unter OANDA.com Währungskonverter

Vorwahl

+27

Quelle: Auswärtiges Amt, CIA World Factbook, South African Gouvernment

Lebensumstände

Südafrika ist ein beliebtes Reiseziel auf dem afrikanischen Kontinent, das wachsende Besucherzahlen anzieht. Die großen Städte werden zum Teil von scharfen Gegensätzen geprägt. Während die besseren Wohngebiete oft großzügig angelegt und auffallend gepflegt sind, bestehen die "Townships", in denen nach wie vor der Großteil der nicht-weißen Bevölkerungsgruppen lebt, aus sehr schlichten Häusern, Baracken oder slumartigen Hütten.

Südafrika verzeichnet im Vergleich zu Deutschland hohe Kriminalitätsraten, vor allem in den Großstädten und deren Randgebieten. Dies schließt auch Straftaten unter Anwendung von körperlicher Gewalt ein. Der überwiegende Teil der Gewaltkriminalität erfolgt in Gegenden und unter Umständen, von denen üblicherweise deutsche Urlaubs- oder Geschäftsreisende nicht betroffen sind. Gleichwohl ist es nicht ausgeschlossen, dass deutsche Reisende Ziel und Opfer von Diebstählen, Einbrüchen, Raub und ähnlicher Delikte werden.

Die Versorgung ist insbesondere im Umfeld der großen Städte in jeder Hinsicht gut, im ländlichen Bereich hat sie allerdings nicht das gleiche hohe Niveau. Ausländische Medien, insbesondere deutschsprachige Zeitschriften und Zeitungen sind kaum erhältlich.

Die Verfassung Südafrikas enthält einen umfassenden und modernen Menschenrechtskatalog ("Bill of Rights").

Hinweise zu Konsulaten und zur medizinischen Versorgung finden sich Auf den Webseiten des Auswärtigen Amts.

Politik/Administration

Ländername

Republik Südafrika

Republic of South Africa

Regierungsform

Parlamentarische Demokratie mit einem starken Exekutivpräsidenten und föderativen Elementen

Hauptstadt

  • Pretoria (administrativ),
  • Cape Town (legislativ),
  • Bloemfontein (judikativ)

Staatsoberhaupt

Präsident Cyril Ramaphosa (ANC)

(President of the Republic of South Africa)

Vizepräsident

David Mabuza (ANC)

(Deputy President of the Republic of South Africa)

Regierungschef/in

Präsident und Vizepräsident sind gleichzeitig Regierungschef bzw. stv. Regierungschef

Außenminister/in

Lindiwe Sisulu (ANC)

(Minister for International Relations and Cooperation)

Bildungsminister/in

Matsie Angelina Motshekga (ANC)

seit 2009

(Minister of Basic Education)

Wissenschaftsminister/in

Dr. Bonginkosi Emmanuel "Blade" Nzimande (SACP)

seit 2019

(Minister of Higher Education, Science and Technology)

 

Stellvertretender Minister (Deputy Minister): Buti Manamela (ANC) seit 2017 (Deputy Minister of Higher Education and Training)

Parlament

Zweikammersystem bestehend aus der Nationalversammlung (National Assembly, 400 Sitze) und dem Nationalen Rat der Provinzen (National Council of Provinces, 90 Sitze). Die Mitglieder der Nationalversammlung werden durch Direktwahl mit proportionaler Repräsentation für 5 Jahre gewählt. Aus jeder der 9 Provinzparlamente werden 10 Mitglieder für 5 Jahre gewählt.

Regierungsparteien

  • African National Congress (ANC),
  • South African Communist Party (SACP),
  • Congress of South African Trade Unions (COSATU),
  • Tripartite Alliance

Oppositionsparteien

  • Democratic Alliance (DA),
  • Economic Freedom Fighters (EEF),
  • Inkatha Freedom Party (IFP),
  • National Freedom Party (NFP)

u. a.

Zusammensetzung der Nationalversammlung

  • ANC - African National Congress: 249 Sitze
  • DA - Democratic Alliance Party: 89 Sitze
  • EFF - Economic Freedom Fighters: 25 Sitze
  • IFP - Inkatha Freedom Party: 10 Sitze
  • NFP - National Freedom Party: 6 Sitze
  • UDM – United Democratic Movement: 4 Sitze
  • FF+ - Freedom Front Plus: 4 Sitze
  • ACDP – African Christian Democratic Party: 3 Sitze
  • COPE - Congress of the People: 3 Sitze,

u.a.

Verwaltungsstruktur

Südafrika ist verwaltungsmäßig in 9 Provinzen aufgeteilt:

Western Cape, Northern Cape, Eastern Cape, KwaZulu-Natal, Free State, North West, Gauteng, Mpumalanga, Limpopo

Unabhängigkeit

31. Mai 1910 (Gründung Südafrikanischen Union)

seit 31. Mai 1961 Republik Südafrika

(erste demokratische Wahlen 27.4.1994)

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Quelle: CIA - Chiefs of State, Auswärtiges Amt, South African Government Online, CIA - World Factbook (Stand: September 2014)

Staatsaufbau

Basis für den Staatsaufbau ist die am 04. Februar 1997 in Kraft getretene Verfassung der Republik Südafrika. Sie begründet eine Präsidialdemokratie mit föderalen Elementen.

Der Präsident wird von der Nationalversammlung gewählt. Er ist mit weitreichenden Befugnissen und Vollmachten ausgestattet, die jedoch durch ein System von "checks and balances" eingeschränkt werden.

Die neun Provinzen verfügen über eigene Provinzparlamente und -regierungen, sie sind jedoch in politischen und finanziellen Fragen weniger unabhängig als die deutschen Bundesländer.

Die Verfassung sieht ein parlamentarisches Zweikammersystem vor. Es umfasst die Nationalversammlung (National Assembly - NA), die sich aus 400 Abgeordneten zusammensetzt und den Nationalrat der Provinzen (National Council of Provinces - NCOP), der 90 Mitglieder umfasst; jede der neun Provinzen benennt zehn Mitglieder. Parlamentarische Sitzungen sind öffentlich.

Der NCOP hat Gesetzesinitiativrecht und ein Einspruchsrecht gegen solche Gesetzentwürfe der NA, die die Angelegenheiten der Provinzen betreffen. Für den Konfliktfall ist ein Vermittlungsausschuss vorgesehen. 

In beiden Kammern werden Gesetze im Normalfall mit einfacher Mehrheit beschlossen. Fehlt diese in einer der Kammern, so ist die gemeinsame Mehrheit der Stimmen beider Kammern erforderlich. Besondere Verfahren und Quoren gelten für Gesetzentwürfe der NA zu Grenzen der Provinzen und Befugnissen der Provinzregierungen sowie für Finanz-, Haushalts- und Steuergesetze.

Quelle: Auswärtiges Amt, South African Governement (Stand: Juli 2019)

Wirtschaftsinformationen

Die Reihe "Wirtschaftsdaten kompakt" von Germany Trade and Invest (GTAI) wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert. Folgende Indikatoren sind unter anderem enthalten: Einwohner, Bevölkerungsdichte, Währung, Wechselkurs, Bruttoinlandsprodukt, BIP je Einwohner, BIP-Wachstum, Inflationsrate, Durchschnittslohn, Arbeitslosigkeit, Haushaltssaldo, Außenhandel, wichtigste Ein- und Ausfuhrgüter, wichtigste Handelspartner, ausländische Direktinvestitionen, Länderbonität, Devisenreserven, Außenhandel mit der EU und Deutschland, wichtigste deutsche Ein- und Ausfuhrgüter.

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