StartseiteLänderAfrikaSüdafrikaKooperationen der Bundesländer in Bildung, Forschung und Innovation
Kooperationen der Bundesländer in Bildung, Forschung und Innovation: Südafrika

Vor dem Hintergrund des Appells des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, Südafrika nach dem Ende der Apartheid beim Aufbau einer stabilen Demokratie zu unterstützen, haben verschiedene deutsche Bundesländer Partnerschaftsabkommen mit Provinzen in der Republik Südafrika abgeschlossen und aktuell verlängert.

Das Land Bremen kooperiert seit vielen Jahren mit der Partnerstadt Durban und baut seit 2010 eine Entwicklungspartnerschaft für Klima- und Ressourcenschutz auf.

Bayern

Bayern unterhält seit 1995 Kooperationsbeziehungen zu den südafrikanischen Provinzen Gauteng und dem Westkap. Für die zukünftige Zusammenarbeit mit der Provinzregierung von Gauteng wurden 2011 die  Schwerpunkte Wirtschaftliche Entwicklung, Öffentliche Sicherheit, Bildung, Fortbildung von Führungskräften im öffentlichen Sektor, Landwirtschaft, Umweltschutz und Klimawandel festgelegt. Mit der Provinz Westkap verständigte sich Bayern 2011 auf Kooperationen in den Bereichen Erneuerbare Energien, High-tech und Universitäten, Landwirtschaft, Berufliche/ schulische Ausbildung, Soziales, Film und Medien, Nachhaltige Entwicklung, Öffentliche Verwaltung, Katastrophen- und Brandschutz. Im März 2014 reiste Bayerns Europaministerin Dr. Beate Merk in die Partnerregion Westkap in Südafrika. Das Ziel war die Unterzeichnung eines neuen Aktionsplans mit zahlreichen neuen Projekten und Schwerpunkten u.a. in Wirtschaft und Berufliche Bildung, Zusammenarbeit in der Kommunalverwaltung, Umwelt und Klimaschutz, Stadtentwicklung und Energieeffizienz.

Baden-Württemberg

Zwischen Baden-Württemberg und der Provinz KwaZulu-Natal besteht seit 1996 eine formale Partnerschaft. Die Schwerpunkte der Kooperationsprojekte liegen im Bereich der allgemeinen Bildung, der Aus- und Fortbildung, des wissenschaftlichen und Studierenden-Austausches sowie in der Förderung des Tourismus. Bei der Vorbereitung der FiFA Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat B-W bei der Betreuung von Fans und ausländischen Gästen unterstützt einschließlich Tourismuskonzepten.

Niedersachsen

Die Partnerschaft zwischen Niedersachsen und Ostkap besteht seit 1995 und wurde 2004 erneuert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau effizienter und demokratischer Verwaltungsstrukturen. Weitere Aktivitäten betreffen den Kulturaustausch und den Aufbau wirtschaftlicher Beziehungen. Auch die Präsidien der Parlamente – des niedersächsischen Landtags und der Eastern Cape Legislature – haben eine Zusammenarbeit im Bereich der Gesetzgebung vereinbart. Seit 2004 liegt ein Schwerpunkt im Bereich der beruflichen Bildung, wobei neben dem Kfz-Bereich auch die Ausbildung von Hilfspflegekräften für HIV/AIDS-Kranke sowie das Bankwesen, die Produktion von Kunsthandwerk und der Häuserbau eine Rolle spielen. Als neues Feld wurde 2010 die polizeiliche Kooperation initiiert und 2011 eine Vertiefung der Kooperation in den Handlungsfeldern "wirtschaftliche Zusammenarbeit" und "Erneuerbare Energien" initiiert.

Nordrhein-Westfalen

Die lebendige Partnerschaft wird durch intensive Arbeit von Nichtregierungsorganisationen und kirchlichen Trägern unterstützt. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen auf: Gute Regierungsführung, Jugend, Sport, Bildung und Gesundheit (z. B. HIV/AIDS-Prävention). In NRW besteht mit dem Mpumalanga-Forum seit 2001 eine Plattform zum Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Über das Auslandsprogramm der Landesregierung können Projekte von nordrhein-westfälischen Nichtregierungsorganisationen in Entwicklungsländern gefördert werden. Diese können beim regionalen Zentrum NRW der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH eingereicht werden.

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