Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Südafrika ist in den letzten Jahren verstärkt um eine grundlegende Reform der beruflichen Aus- und Weiterbildung bemüht und hat dafür um deutsche Unterstützung gebeten. Nach regelmäßigem Kontakt mit den südafrikanischen Partnern sowie mehreren Fachbesuche und -reisen durch das BIBB in den letzten vier Jahren haben BMBF und DHET im Juli 2013 im Rahmen der Worldskills in Leipzig ein MoU zur Berufsbildungszusammenarbeit unterzeichnet und eine bilaterale Arbeitsgruppe für berufliche Bildung (AG) eingerichtet.

Im Mai 2014 erfolgte ein erfolgreicher Arbeitsbesuch unter Leitung des BMBF zur laufenden und zukünftigen Berufsbildungskooperation mit Südafrika. Im Rahmen der für November 2014 geplanten BNK ist die Einrichtung einer Fachkommission für Berufliche Bildung vorgesehen. Verbunden damit soll die Arbeitsgruppe für berufliche Bildung ein zweites Mal tagen. Die inhaltliche Vorbereitung dafür läuft in Abstimmung mit dem DHET sowie zwischen BMBF und BMZ.

Auch die Initiative iMOVE ist in Südafrika aktiv. Seit 2009 fanden in Deutschland und Südafrika mehrere Veranstaltungen und Besuche im Bereich Berufliche Bildung statt. Nach Einschätzung von iMOVE haben beide Seiten ein Interesse an einer nachhaltigen und ausbaufähigen Partnerschaft auf institutioneller und privatwirtschaftlicher Ebene im Bereich der Beruflichen Aus- und Weiterbildung. Im Oktober 2013 fand der "2. iMOVE Africa Day" in Berlin statt.

 

Das BMZ erwägt seinerseits einen Ausbau der Beruflichen Bildungszusammenarbeit mit Südafrika und hat daher im Juli 2014 eine Sondierungsmission durchgeführt (Quelle: Forschungspolitischer Jahresbericht Südafrika 2013/2014). Die Ergebnisse der Mission wurden im November bewertet und auf der Fachkommission im Rahmen der BNK präsentiert.

Hochschulen

Der Hochschulkompass der HRK (Stand 27.10.2015) weist unter den registrierten internationalen Kooperationen 198 Partnerschaften deutscher und südafrikanischer Hochschulen aus. Mit fast 50 Kooperationen ist die Universität Stellenbosch der am meisten nachgefragte Partner. Als führende südafrikanische Forschungsuniversitäten gelten die University of Cape Town, University of the Witwatersrand in Johannesburg, University of KwaZulu-Natal in Durban, University of Pretoria, Stellenbosch University, Rhodes University in Grahamstown.

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) veranstaltete im Rahmen des deutsch-südafrikanischen Wissenschaftsjahres in Zusammenarbeit mit der HESA (Higher Education South Africa) an der Universität Leipzig ein Rektorenforum für deutsche und südafrikanische Hochschulleitungen. Das Rektorenforum bot insgesamt 64 Teilnehmenden, darunter 43 Hochschulleitungen aus beiden Ländern eine Plattform, sich über einzelne Projekte und Programme hinaus über hochschulpolitische Themen auszutauschen. Von südafrikanischer Seite waren insgesamt 12, darunter zahlreiche forschungsstarke Universitäten vertreten wie University of Cape Town, Stellenbosch University, University of Witwatersrand, University of Pretoria, University of Johannesburg und University of Western Cape. Von deutscher Seite haben Vertretungen von insgesamt 31 Hochschulen teilgenommen, außerdem Vertreter von BMBF, DAAD, DFG und Leopoldina. Im Fokus des Forums standen Fragen zur Studienreform in den beiden Ländern und die Chancen, die sich daraus für die Hochschulzusammenarbeit ergeben, sowie Kooperations- und Forschungsnetzwerke zur Stärkung des eigenen, wissenschaftlichen Potentials.

Im September 2013 konnte ein weiterer Austausch zwischen den beiden Hochschulorganisationen in Berlin organisiert werden, bei dem das seit 2001 bestehende Rahmenabkommen zwischen HRK und Higher Education South Africa (HESA) über Hochschulzusammenarbeit erneuert wurde und eine Arbeitsgruppe zur Intensivierung der Zusammenarbeit eingerichtet wurde. Die Deutsch-Südafrikanische Arbeitsgruppe Wissenschaftskooperation nahm inzwischen ihre Arbeit auf. Aufgabe ist es, den wissenschaftlichen Austausch weiter zu verstärken. Eine Match-Making-Veranstaltung von deutschen und südafrikanischen Forschenden fand im Mai 2015 in Durban statt, ein bilateraler Workshop zum Thema Graduiertenausbildung im November 2015 in Bochum.

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