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Kooperationen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit: Südafrika

Im Mai 2012 fanden entwicklungspolitische Regierungsverhandlungen statt. Dabei sagte die Bun­desregierung Südafrika Mittel von 286,9 Millionen Euro für die Jahre 2012 und 2013 neu zu. Die Schwerpunkte der Kooperation liegen auf den Bereichen Energie und Klima, Regierungsführung und öffentliche Verwaltung sowie HIV- und AIDS-Prävention.
Unter Einbeziehung der Privatwirtschaft berät die GIZ GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das südafrikanische Energie­ministerium (DoE), Distrikte und Kommunen dabei, die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern und die Energieeffizienz zu verbessern. Die KfW Entwicklungsbank unterstützt den Bau eines solaren Turmkraftwerks des staatlichen Energieversorgers Eskom in der Provinz Northern Cape. Außerdem werden neue Beschäftigungsmöglichkeiten ("green jobs") gefördert z.B. durch die Aus­bildung von Energieauditoren, die Energiesparmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden vorantreiben sollen.

Die GIZ ist seit 1992 beauftragt Südafrika zu unterstützen und seit 1996 mit einem Büro in Pretoria vertreten. Obwohl sie nicht zu den klassischen Forschungs- und Förderorganisationen gehört, gibt es Schnittstellen zu Forschung und Bildung, so zum Beispiel im Bereich des Technologietransfers und der Erneuerbaren Energien. Im Energiesektor ist die GIZ verantwortlicher deutscher Partner im Projekt South African-German Energy Programme (SAGEN). Dieses unterstützt das DoE und weitere Partner dabei, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien zu steigern. Auch führt die GIZ Bildungsprogramme durch, in denen neben Aus- und Weiterbildungsaßnahmen die Jugendförderung und Gewaltprävention im Vordergrund stehen. Seit 2012 ist die GIZ vom BMZ beauftragt zusammen mit DST und DHET ein Projekt zur Berufsbildung für klima- und umweltrelevante Berufe zu organisieren.

Darüber hinaus wurde ein Trainingszentrum für Erneuerbare Energien (SARETC) gemeinsam mit Partnerinstitutionen konzipiert. SARETC soll als Public Privat Partnership maßgeblich dazu beitragen, 5.000 qualifizierte Windtechniker auszubilden, die bis 2030 in Südafrika voraussichtlich benötigt werden. Weiterhin berät die GIZ im Auftrag des BMZ die Technology Innovation Agency (TIA) dabei, Unterstützungsprogramme für den Ausbau des Technologiezentren-Netzwerks effizient und innovativ umzusetzen. In Folge wurde eine Reihe von bilateralen wissenschaftlichen Partnerschaften geschlossen, die die Weiterentwicklung begleiten sollen.

Der Deutsche Städtetag, Engagement Global und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kooperieren seit Juni 2014 im Rahmen eines neuen internationalen Städtenetzwerks: "Connective Cities". Themen sind zum Beispiel Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen durch Bürgerbeteiligung (Indonesien), Einsatz erneuerbarer Energien in der Stadtentwicklung (Deutschland) oder Entwicklung innovativer Mobilitätskonzepte (Südafrika).

Das BMZ erwägt einen Ausbau der Beruflichen Bildungszusammenarbeit mit Südafrika und hat daher im Juli 2014 eine Sondierungsmission durchgeführt.

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