StartseiteLänderAfrikaSüdafrikaFraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik kooperiert mit südafrikanischem Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung

Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik kooperiert mit südafrikanischem Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

„Die Energiewende kann kein Alleingang von Deutschland sein. Wir sollten zunehmend auch andere Länder für diese Zukunftsoption begeistern“, ist Prof. Dr. Clemens Hoffmann, Leiter des Fraunhofer IWES in Kassel, überzeugt. In Südafrika fällt dieser Ansatz offenbar auf fruchtbaren Boden.

Das drückt sich u.a. durch die jüngste Ausschreibung des südafrikanischen Rats für wissenschaftliche und industrielle Forschung (Council for Scientific and Industrial Research, CSIR) für eine ausführliche Metastudie (Aggregation Study) für Wind- und Solarenergie aus. Im Wettbewerb mit anderen weltweiten Anbietern haben die Energiesystemtechnikexperten des Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel dafür den Zuschlag erhalten.

„Wir freuen uns über das damit in uns gesetzte Vertrauen. Unsere Erfahrungen aus dem Projekt „Kombikraftwerk Deutschland“ bringen wir nun zunächst in die konkrete Studie zur Bewertung der Optionen in Südafrika und möglicher Umsetzungspfade ein.“, erklärt Dr. Kurt Rohrig als verantwortlicher Bereichsleiter am Fraunhofer IWES. Seiner Einschätzung nach hat die begonnene Zusammenarbeit das Potenzial für eine längere und intensive Forschungskooperation.

Das bestätigt auch Institutsleiter Hoffmann, der gerade auf der Jubiläumskonferenz zum 70 jährigen Bestehen des CSIR den afrikanischen Forschern sein Konzept für die Zukunft der Energiesysteme vorgestellt hat. Hoffmann betonte, eine Energiewende verlange nicht nur einfach den Ausbau von Wind- und Solarenergie. Die besondere Herausforderung für eine CO2-neutrale Versorgung die flexibel und gleichermaßen stabil und sicher ist, liegt für Hoffmann in der intensiven systemischen Verknüpfung der Energiesektoren Strom, Wärme bzw. Kühlung und Mobilität. Eine solch grundlegende Transformation der Energieinfrastruktur müsse durch Analysen und Vorausrechnungen begleitet werden.

Projektleiter Dr. Stefan Bofinger stellte beim Besuch in Südafrika vor, was die Metastudie liefern wird: Für Südafrika werden Zeitreihen der Einspeisung aus Windenergie und Photovoltaik für verschiedene Zukunftsszenarien auf Grundlage räumlich und zeitlich hochaufgelöste Wetterdaten der Vergangenheit simuliert. Dabei finden bereits ausgewiesene Eignungsflächen („EIA-applications“) sowie Ausschlussgebiete Berücksichtigung. Die Zukunftsszenarien werden hinsichtlich der Lastabdeckung, der Schwankungen, der Vorhersagbarkeit und der Verfügbarkeit der Erneuerbaren analysiert und so die Auswirkungen verschiedener Aggregationsstufen erneuerbarer Energien auf die südafrikanische Stromversorgung ermittelt.

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Quelle: Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik / IDW Nachrichten Redaktion: Länder / Organisationen: Südafrika Themen: Energie

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