Historie: Tunesien

Politische Beziehungen

Deutschland und Tunesien pflegen seit den 60er Jahren gegenseitige Beziehungen. Seit der Revolution vom 14. Januar 2011 unterstützt die Bundesregierung das Land bei dem Übergang zur Demokratie. Am 9. Januar 2012 unterzeichneten Bundesaußenminister Westerwelle und der tunesische Außenminister Ben Abdessalem in Tunis eine gemeinsame Absichtserklärung über die "Transformationspartnerschaft", am 12. September 2012 wurde das Engagement für die Jahre 2012 und 2013 anlässlich der ersten deutsch-tunesischen Staatssekretärskonsultationen auf über 50 Mio. € erweitert. Im Fokus dieser Maßnahmen stehen u.a. die Förderung von Rechtsstaat und guter Regierungsführung, Beschäftigungsförderung und duale Ausbildung, Zivilgesellschaft und professionelle Medien.

Zahlreiche Besuche belegen die guten und intensiven Beziehungen mit Tunesien seit der Revolution. Zuletzt besuchte Staatspräsident Marzouki am 21./22. März 2013 Berlin und München, nachdem Außenminister Westerwelle am 19. März 2013 ersten Kontakt mit der neuen Regierung Larayedh in Tunis aufgenommen hatte.

Wirtschafts- und entwicklungspolitische Beziehungen

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Tunesien sind intensiv und zukunftsfähig. Seit der tunesischen Revolution zeigen beide Länder deutliches Interesse und viel Initiative für eine weitere Intensivierung. Deutschland ist (nach Frankreich und Italien) der drittgrößte Handelspartner und ausländische Investor in Tunesien. Gegenwärtig sind nach Angaben der Deutsch-Tunesischen Industrie- und Handelskammer rund 250 Unternehmen in Tunesien aktiv.

Nach Tunesien exportiert Deutschland in erster Linie Textilien (Vorerzeugnisse), elektronische Erzeugnisse, Maschinen, Kraftfahrzeuge, chemische Produkte, Waren der Ernährungswirtschaft sowie Eisen und Eisenwaren. Die wichtigsten deutschen Einfuhrgüter aus Tunesien sind Textilien (Enderzeugnisse), elektrotechnische Komponenten, Autokomponenten (insbesondere Kabel), Lederwaren, Rohöl, Waren der Ernährungswirtschaft, Kraftstoffe, Schmieröle und Teppiche.

Auch in der Entwicklungszusammenarbeit ist Deutschland einer der wichtigsten bilateralen Partner Tunesiens. Seit Beginn der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit in den sechziger Jahren hat Tunesien aus Deutschland Entwicklungshilfe in Höhe von gut 1,5 Mrd. € erhalten. Die Neuzusagen für 2012 beliefen sich auf 99,9 Mio. €. Die Schwerpunkte der Kooperation sind Umwelt- und Ressourcenschutz, Wasser, Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie erneuerbare Energien und Beschäftigungsförderung.

Kulturelle Beziehungen

Schwerpunkte der deutsch-tunesischen Kooperation im Kulturbereich liegen in der Bereitstellung von Stipendien durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sowie Deutschkursen und Kulturveranstaltungen. Außerdem ist Tunesien in die Partnerschulinitiative des Auswärtigen Amts einbezogen; sechs Partnerschulen sind identifiziert worden. Hauptträger der Kulturzusammenarbeit ist das Goethe-Institut in Tunis.
 

Quelle: Obige Angaben entstammen der Homepage des Auswärtigen Amtes; im Internet hier abrufbar.

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