Fraunhofer-Gesellschaft (FhG)

Folgende Vorhaben von Instituten der FhG wurden / werden in Tunesien durchgeführt.

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI):
Evaluation der Pilot-Innovationsmanagement-Programme "Innov 30" und "Innov 60" in Tunesien
Im Auftrag und in Kooperation mit der GIZ hat das Fraunhofer ISI die Evaluierung zweier Pilotprojekte zur Innovationsförderung in Tunesien begleitet und methodisch unterstützt sowie Empfehlungen für weitere Förderprogramme abgeleitet. Inhalt der Pilotprojekte war die Einführung eines Innovationsmanagements in tunesischen Unternehmen, die durch eine Prozessbegleitung seitens nationaler Berater dabei unterstützt wurden.
Auftraggeber: Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ GmbH
Laufzeit: 11/2011-11/2012

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE):
MENA - Analyse des lokalen Wertschöpfungspotentials für solarthermische Kraftwerke (CSP) in der MENA Region
Im Auftrag der Weltbank wurden die lokalen Wertschöpfungspotenziale für CSP-Kraftwerke in Ägypten, Marokko, Tunesien, Jordanien und Algerien bewertet. Darauf aufbauend wurden ein Aktionsplan und eine Roadmap für die Entwicklung von Solaranlagen (Entwicklung einer Solarthermische-Energien Herstellungsindustrie) innerhalb der MENA Region erarbeitet. Dazu wurde der wirtschaftliche Einfluss der Solaranlagenindustrie-Entwicklung in der MENA Region basierend auf unterschiedlichen Einsatzszenarien untersucht.
Auftraggeber: Weltbank
Partner: Ernst&Young, Fh ISI, Fh ISE
Laufzeit: 10/2010 – 01/2011

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI):
Modellgestützte Analyse des Einflusses von Wüstenstrom auf den EUMENA Strommarkt
Gegenstand dieser Studie im Auftrag der Desertec Industrieinitiative Dii GmbH war der EUMENA Stromsektor. Das Ziel war es, mögliche Kostenreduktionen verbunden mit einer stärkeren Integration der Stromsektoren in der EU und MENA beim Übergang in ein durch erneuerbare Energien geprägtes Energiesystem zu quantifizieren. Weiterhin wurden Empfehlungen für einen konkurrenzfähigen Erzeugungsmix für Wüstenstrom abgeleitet.
Auftraggeber: Dii GmbH
Koordinator: Fh ISI
Laufzeit: 10/2010 – 04/2012

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB:
Development of an integrated bio-refinery for processing chitin-rich biowaste to specialty and fine chemicals
In dem von der EU geförderten Projekt ChiBio werden neue Verfahren entwickelt, um die in großen Mengen als Abfall anfallenden Krabbenschalen als Rohstoff für Chemikalien und neue Materialien zu erschließen. Das Konsortium setzt dabei auf einen ganzheitlichen und umfassenden Ansatz. Nach Art einer Bioraffinerie für landwirtschaftliche Produkte werden für den Abfall Krabbenschale verschiedene stoffliche und energetische Nutzungswege entwickelt oder optimiert, um so den Reststoff möglichst effizient und vollständig zu verwerten.
Förderung: EU FP7
Koordinator: Fh IGB
Konsortium: Siehe hierzu
Tunesischer Partner: Institut National des Sciences et Technologies de la Mer
Laufzeit: 11/2011-10/2014

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE:
Verbreitung Innovativer Solarthermischer Anwendungen in der Tunesischen Industrie
Das Projekt verfolgt das Ziel der Minderung der Treibhausgasemissionen im tunesischen Industriesektor durch die verstärkte Nutzung solarer Prozesswärme. Zu diesem Zweck fördert das Projekt im Rahmen eines Pilotprojekts die Installation von solarthermischen Anlage in Industrieunternehmen. Das Projekt unterstützt ebenfalls den Aufbau eines nationalen Förderprogramms für solare Prozesswärme (PROSOL Industrie). Weitere Maßnahmen umfassen die Fortbildung tunesischer Fachkräfte sowie die Sensibilisierung weiterer Industrieunternehmen. Der ISE-Beitrag betrifft den Technologie- und Know-How-Transfer im Bereich der solaren Prozesswärme: Das Institut führt eine Machbarkeitsstudie für das Pilotprojekt durch und begleitet die Installation der Anlage. Es ist ebenfalls für die Erstellung eines Messkonzepts, die Begleitung des Monitorings der Anlage nach Inbetriebnahme sowie die Evaluierung der Ergebnisse verantwortlich. Weitere Beiträge des Fraunhofer ISE im Rahmen des Projekts umfassen die Fortbildung tunesischer Fachkräfte sowie die internationale Verbreitung der Projektergebnisse.
Auftraggeber: GIZ im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (BMU)
Laufzeit: 3/2013 - 3/2016

Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa MOEZ
Development and Implementation of an Accredited Cross-Universities Innovation Management
Beschreibung: siehe unter EU-geförderte Projekte
Master Program in Tunisia (DICAMP)
Förderung: EU (Tempus)
Webseite: http://dicamp.eu/
Laufzeit: 10/2011 – 10/2014

Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS):
The EuroAfrica-ICT Initiative - Strengthening ICT Research and Policy Links under the 8th Strategic Partnership
In diesem Projekt geht es um den Aufbau von Initiativen zur internationalen Kooperation (EU-Afrika) im IKT-Bereich. Es baut auf den vorangegangenen, seit 2006, im Rahmen der EuroAfrica ICT Initiative durchgeführten Projekten auf.
Förderung: EU FP7
Laufzeit: 24 Monate 2012-2013
Konsortium: siehe hierzu
Tunesischer Partner: Centre d'Etudes et de Recherches de Telecommunications (CERT)

Stand: August 2013

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF)

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das DKFZ kooperiert innerhalb der Initiative "EUNAM- EU and North African Migrants: Health and Health Systems" auch mit einem tunesischen Partner (siehe DKFZ/EUNAM und Helmholtz/EUNAM). Die Initiative beschäftigt sich mit der Gesundheitssituation von Migranten-Populationen während des gesamten Zyklus der Migration. Der Partner auf tunesischer Seite ist Dr. Hassene Kassar (Faculty of Socials and Humanities Sciences of Tunis - Prospective research and study center). Das innerhalb des 7. Rahmenprogramms der EU geförderte Projekt wird am DKFZ von Prof. Kari Hemminki koordiniert. 

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik  führt folgendes Projekt mit Tunesien aus:
SolarMedAtlas - Solar-Atlas für den Mittelmeerraum
Projektlaufzeit: Okt. 2010 . Dez. 2014
Auftraggeber bzw. Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Siehe auch Webseite des Programms.

Das DLR-Institut für Solarforschung  führt mit Tunesien folgende Aktivitäten durch: Konsortialpartner im EU-geförderten Projektes REELCOOP - REnewable ELectricity COOPeration
Projektlaufzeit: Sept. 2013 – Aug. 2017
Auftraggeber bzw. Förderer: EU
Projektziel: Untersuchung der solarthermischen Stromerzeugung im kleinen Leistungsbereich in Verbindung mit Biomasse
Siehe auch Webseite des Programms. 

Das Institut ist im Rahmen der Capacity-Building-Initiative enerMENA  aktiv. Diese Initiative wird durch das Auswärtige Amt finanziert. Die Fortführung im Jahr 2014 ist allerdings zzt. nicht gesichert.
Tunesische Partner sind u. a.
Ministry of Scientific Research and Higher Education,
- CRTEn of Borj Cedria,
ENIT Engineers' University und
Gafsa University.
Siehe auch folgende Webseiten: enerMENA Capacity Building Program, enerMENA, sowie unter Aktivitäten des Auswärtigen Amts.

Stand: Juni 2014

Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL)

Im Jahr 2012 kooperierten 3 Leibniz-Institute mit universitären und außeruniversitären Einrichtungen in Tunesien.


Aus der Sektion A (Geisteswissenschaften und Bildungsforschung) bemüht sich das Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig, frühere Kooperationen wieder aufleben zu lassen. Der Antrag für das Projekt "Civic Education and Political Change: A Comparative Study of Curriculum and Textbook Development in Tunesia, Egypt and Jordan after the ?Arab Spring'? ist unter direkter Beteiligung von Prof. Abdelwahab Ben Hafaied an der University of Tunis gestellt worden.


In der Sektion B (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften) fand im Rahmen des EU-FP7 Projektes "MEDPRO – Mediterranean Prospects" (Laufzeit: 01.02.2010 - 28.02.2013) eine Zusammenarbeit des Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, u.a. mit dem Tunisian Institute of Competitiveness and Quantitive Studies statt, das Teil des Konsortiums war. Das Projekt wurde vom Zentrum für Europäische Politikstudien (CEPS) in Brüssel koordiniert (17 Partner) und analysierte die wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte für die Mittelmeeranrainer von Marokko bis zur Türkei. MEDPRO hatte zum Ziel, beste wissenschaftliche Grundlagen für zukünftige Politikentscheidungen sowohl im nationalen wie auch im internationalen Umfeld (EU-Nachbarschaftspolitik) zu liefern.


Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der Sektion E (Umweltwissenschaften) arbeitet im Rahmen des FP 7 Projekt AfroMaison mit Tunesien als ein Partner des Konsortiums gemeinsam an Capacity building. Konkret geht es um die Implementierung eines Integrated Natural Resources Management (INRM) um nachhaltige Strategien zur Erhaltung und Wiederherstellung von natürlichen Ressourcen, ökonomische Instrumente zur Schaffung von Arbeitsplätzen sowie für die Landschaftsplanung zu entwickeln.

*Stand: August 2013

Eine Initiative vom

Projektträger